Marianne Teltrop gibt HoGa-Vorsitz ab und nennt noch eine weitere Überraschung

dzHotel- und Gaststättenverband

Elf Mal „Haltern bittet zu Tisch“, neun Mal Menuekarussell, sechs Mal Kiep: Marianne Teltrop findet, das ist genug. Sie gab deshalb den Vorsitz im Hotel- und Gaststättenverband auf.

Haltern

, 18.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Februar 2009 wählten die Halterner Gastronomen Marianne Teltrop als Nachfolgerin von Monika Plum zur Vorsitzenden des Hotel- und Gaststättenverbandes. Fortan repräsentierte sie mit unternehmerischem Geist und sympathischem Charme einen wichtigen Wirtschaftszweig Halterns. Nach zehn Jahren zieht sie sich nun von diesem Amt zurück. Allerdings nicht ohne die Nachfolge geregelt zu wissen.

Christian Zehren folgt Marianne Teltrop als HoGa-Vorsitzender. Die Übergabe nach vorausgegangenen Wahlen gestalteten die beiden im Rossini: Marianne Teltrop überließ Christian Zehren die Akten, der wiederum bedankte sich mit einem wirkungsvollen Blumenstrauß.

Beeindruckt von Zusammenhalt

Marianne Teltrop (47) führt zusammen mit ihrem Mann Ulrich seit 1992 das Haus Teltrop in Lippramsdorf, Christian Zehren leitet mit Andreas Kleimann das Rossini und den Kolpingtreff in der Stadt sowie die Kajüte und Kombüse am Stausee. Leidenschaft und Kompetenz finden folglich in der Arbeit für die HoGa eine Fortsetzung. Sicherlich auch mit neuen Ideen, wie Christian Zehren ankündigt.

„Ich war gerne Vorsitzende“, sagt Marianne Teltrop, „der Zusammenhalt unter den Kollegen hat mich tief beeindruckt und ich habe in den zehn Jahren viele neue und interessante Menschen kennengelernt.“ Es habe einfach Spaß gemacht, im Sinne der Halterner Gastronomen gestalten zu können. Dafür gab es in Haltern große Bühnen.

Große Verantwortung

Elf Mal verwandelte sich unter Regie von Marianne Teltrop der Alte Markt in eine Open-Air-Gastronomie voller Genüsse. Als Vorsitzende sorgte sie in einer Krise mit kreativer Pause dafür, dass sich „Haltern bittet zu Tisch“ wieder zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender entwickelte. Manchmal würzte sie das Event mit Besonderem: Einmal, zum 20-Jährigen, gab es einen Menueabend, einmal, zur Varusausstellung, römische Mahlzeiten.

Sechs Mal organisierte Marianne Teltrop den Kiep und sah zu, dass das Konzept von Kleinkunst und kulinarischem Genuss jedes Mal aufging. 2007 kümmerte sich Marianne Teltrop schließlich darum, dass die Halterner Köche Tickets für das beliebte Menuekarussell lösen konnten.

Marianne Teltrop gibt HoGa-Vorsitz ab und nennt noch eine weitere Überraschung

Die Besteckaktion bei „Haltern bittet zu Tisch“ 2019 erbrachte einen Erlös von 1500 Euro. Christian Zehren und Marianne Teltrop überreichten die Spende an Anne Drüppel und legten damit einen Grundstock für neue Projekte am Lea-Drüppel-Theater. Für Marianne Teltrop war es die letzte offizielle Amtshandlung. © Benjamin Glöckner

Sorgen bereitete ihr immer wieder - auch heute noch - die Suche nach Auszubildenden und Personal. „Dabei kann der Hotel- und Gaststättenbereich jungen qualifizierten Kräften gut bezahlte Stellen mit Weiterbildungs- und Aufstiegschancen bieten“, wirbt Marianne Teltrop unermüdlich.

Und noch ein Rückzug

Warum sie sich jetzt als Vorsitzende zurückzieht, erklärt Marianne Teltrop so: „Zu lange ein Amt zu bekleiden, ist nicht förderlich. Ein Wechsel ist immer gut.“ Zu diesem Wechsel gehört auch ein Rückzug: Das Haus Teltrop wird nach 27 Jahren künftig nicht mehr bei „Haltern bittet zu Tisch“ mitmachen.

Christian Zehren weiß aber, dass Marianne und Ulrich Teltrop für die HoGa ansprechbar bleiben. Sicherlich wird er auf den Erfahrungsschatz dann und wann zurückgreifen. Seine Ziele als neuer Vorsitzender sind zunächst vor allem diese: „Haltern bittet zu Tisch“ und den Kiep als schöne und wichtige Veranstaltungen fortzuführen.

Gipfeltreffen

Ansonsten schwebt ihm ein großes Netzwerk vor. Die Kräfte der Vereine Haltern aktiv, Werbegemeinschaft und „Haltern am See tut gut“ müssten seiner Auffassung nach gebündelt werden. Christian Zehren denkt dabei an wiederkehrende Gipfeltreffen aller, die Gutes für ihre Stadt tun möchten.

Mit Blick auf die Entwicklung der HoGa bedauert er, dass die Individual-Gastronomie in Haltern schrumpft. „Uns werden zu viele Auflagen gemacht“, sieht er als Ursache dafür und nennt auch die zunehmenden Dokumentationspflichten als Bürde. Marianne Teltrop stimmt ihm zu: „Wir sind viele, viele Stunden mehr als früher mit organisatorischen Dingen beschäftigt, dabei wollen wir doch vor allem gute Gastgeber sein.“

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