„Lucky Stones“: Bunte Glücksbringer aus Haltern reisen vielleicht um die ganze Welt

dz„Lucky Stones“

Eine Idee erreicht Haltern am See: Bunt bemalte Steine - „Lucky Stones“ - liegen als farbenfrohe Tupfer in unserer Stadt aus. Wir erläutern, was dahinter steckt.

Haltern

, 14.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer aufmerksam durch Haltern geht, kann sie als farbenfrohe Tupfer in unserer Stadt entdecken: Seit kurzer Zeit werden „Lucky Stones“ (Glückssteine) an Plätzen mit Besucherverkehr ausgesetzt, die nur dazu gedacht sind, ihren potenziellen Findern Freude zu bereiten.

Hinter der Idee steckt eine Halternerin, die bei Urlauben an Griechenlands Steinstränden „gerne den einen oder anderen Stein (mit Nagellack oder Edding) bemalt und dort zurückgelassen“ hat. Vor ein paar Wochen fand sie dann zufällig einen bemalten Stein vor einem Baumarkt in Haltern, auf der Rückseite das Facebook-Symbol und den Namen einer regionalen „Facebook- SteinGruppe“.

Die Idee gibt es schon länger

Ihre Recherchen im Internet ergaben, dass es bereits viele dieser Stein-Gruppen gibt. Die meisten beschränken sich jedoch auf eine regionale Ebene oder auch eine Stadt. So wurde die Anregung gegeben, Steine (aus Haltern) auf eine mögliche Weltreise zu schicken und ihre Abenteuer zu verfolgen.

Der Fantasie ist beim Bemalen der Steine keine Grenze gesetzt.

Der Fantasie ist beim Bemalen der Steine keine Grenze gesetzt. © privat

Dafür gründete die Halternerin im vergangenen Monat die „Lucky Stones“ -Facebook- Gruppe, um Steine nunmehr national beziehungsweise auch international auf die Reise zu schicken. Hier kann jeder Mitglied werden und dann übermitteln, wo er Steine gefunden oder wo er Exemplare ausgesetzt hat. „Ein neuer Trend erreicht auch Haltern am See“, wirbt die Gründerin der Facebook-Gruppe fürs Mitmachen.

Hass-Botschaften sind auf den Steinen unerwünscht

Die Steine werden mit Acrylfarben oder ähnlichem bunt bemalt. Sie können Glücksbotschaften, wie nette Wörter oder Sprüche, enthalten oder einfach nur ein Symbol. Der Fantasie sind bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Einen künstlerischen Anspruch gibt es nicht.

„Regeln gibt es nur wenige“, erklärt die Urheberin der Aktion. So dürften die Steine keine Hass-Botschaften enthalten, da sie ja Freude bereiten sollen. Außerdem verstehe sich von selbst, dass man die Steine vorsichtig irgendwo ablegt und nicht wirft.

Die bunten Steine bringen Farbe in unsere Landschaft.

Die bunten Steine bringen Farbe in unsere Landschaft. © privat

Wer einen Stein gefunden hat, darf diesen natürlich auflesen und als Glücksbringer mit nach Hause nehmen oder ihn an anderer Stelle, beispielsweise im Urlaub, wieder freilassen. Die Aktionen werden nach Möglichkeit in der Facebook-Gruppe gepostet, „so dass jeder sehen kann, welche Reise der jeweilige Stein bereits hinter sich hat.“

Urheberin wünscht sich mehr Spaziergänge

So entstehe vielleicht ein schöner Austausch mit einem weiteren besonderen Nebeneffekt, wünscht sich die Halternerin: „Man geht (mit dem Kind und der Familie) öfter im Park oder der Stadt spazieren, um seine Steine dort freizulassen oder neue zu finden. Zu Hause betätigt man sich dann (gemeinsam) kreativ. Andere wiederum erfreuen sich an den gefundenen Steinen ... .“

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