Auf den Autobahnen stauten sich die Lkw. © picture alliance/dpa
Wintereinbruch

Lkw im Schnee: „Speditionsfahrer können keine Überstunden machen“

Speditionen sind darauf angewiesen, dass der Verkehr fließend läuft. Verspätungen sind trotz eines enggestrickten Zeitfensters nicht gerne gesehen. Der Wintereinbruch war deshalb ungünstig.

Die Halterner Speditionsunternehmen „Spedition Anhuth & Dufhues“ sowie „Dünninghaus Transporte“ haben – wie viele zurzeit – mit den widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Horst Anhuth, der das Unternehmen „Spedition Anhuth & Dufhues“ zusammen mit Klaus Dufhues als Geschäftsführer führt, sprach von einer „Katastrophe“.

Die sei es nämlich, wenn Lkw eines Speditionsunternehmens nicht fahren können. „Für uns sind Tage wie vergangenen Montag und Dienstag verlorene Arbeitszeit“, sagt Horst Anhuth. Sowohl am Montag als auch am Dienstag ließen die Fahrer des Speditionsunternehmens ihre Lkws stehen, am Montag war das aufgrund der Lkw-Sperre auf den Autobahnen auch gar nicht anders möglich. „Wir haben das am Wochenende aber bereits so entschieden“, sagt der Geschäftsführer.

Denn manchmal sei es besser, stehen zu bleiben – die Gesundheit der Mitarbeiter gehe schließlich vor. Auf den Baustellen sei aufgrund der Bedingungen sowieso nicht viel los. Da müsste dementsprechend nicht geliefert werden.

Das Problem daran sei, „dass wir diese Arbeitszeit nicht mehr aufholen können“, so Anhuth. Speditionsfahrer können keine Überstunden machen, erklärt er. Wenn das Maximum der am Tag gefahrenen Stunden erreicht ist, ist Feierabend. „Handwerker können ein paar Tage aufholen, indem sie ein paar Überstunden dranhängen. Das können wir nicht“, erklärt er.

Probleme in Richtung Hannover

Deswegen war klar, dass so bald wie möglich wieder gefahren werden sollte. Seit Mittwoch ist das Speditionsunternehmen „Anhuth & Dufhues“ auch wieder auf den Straßen unterwegs – allerdings nur in Teilbereichen. Die Kranfahrzeuge stünden noch immer. Probleme bereiten noch die Strecken Richtung Ostwestfalen und Hannover sowie die A3 Richtung Köln, sagt Anhuth.

Ähnliches berichtet auch Meinolf Dünninghaus, Geschäftsführer von „Dünninghaus Transporte“: „Der Verkehr ist noch mittelmäßig auf den Autobahnen.“ Zwischendurch sei es „teilweise chaotisch“. Die Lage habe sich aber mittlerweile wieder etwas entspannt, erzählt er.

Die Speditionsfahrer von Dünninghaus sind bereits seit Dienstag wieder im Einsatz. Es gebe unter anderem Pakete auszuliefern. Einziger Vorteil der angespannten Wetterverhältnisse: „Den sonst so enggestrickten Zeitplan unserer Fahrer gibt es in dieser Form derzeit nicht“, so Dünninghaus.

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