Lippeverband beobachtet steigenden Lippepegel bei Haltern sehr genau

Lippepegel

Bei Lippramsdorf hat sich die Lippe nach den letzten Regenfällen stark ausgebreitet. Da der Lippedeich zurzeit geöffnet ist, wird der Wasserstand genau beobachtet.

Haltern

, 17.02.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Bereich Lippramsdorf-Freiheit hat die Lippe sich stark ausgebreitet.

Im Bereich Lippramsdorf-Freiheit hat die Lippe sich stark ausgebreitet. © Foto: Jürgen Wolter

In den letzten Wochen sind die Pegelstände der Lippe gestiegen. Es ist zwar noch kein Hochwasser erreicht, aber da der Lippedeich zurzeit im Bereich Lippramsdorf-Freiheit geöffnet ist, beobachtet der Lippeverband die Entwicklung sehr genau.

Aktuell liegt der Pegelstand der Lippe bei knapp unter drei Metern.

Im Bereich zwischen Bergbossendorf und Lippramsdorf hat der Fluss sein Bett verlassen und sich in den Auen ausgebreitet. Die Regenfälle vom Wochenende 15./16. Februar führten noch einmal zu einem leichten Anstieg.

Bei Bergbossendorf ist wieder eine Auenlandschaft entstanden.

Bei Bergbossendorf ist wieder eine Auenlandschaft entstanden. © Foto: Jürgen Wolter

Lange hatte der Pegelstand der Lippe in Haltern nach den letzten zwei trockenen Jahren nur rund 1,50 Meter betragen. Seit November war es nach Regenfällen ab und zu zu einem Anstieg gekommen, zuletzt Ende Dezember. Anfang der zweiten Februarwoche lag der Halterner Pegel noch bei 3.30 Meter.

Hochwasserbereitschaft beginnt bei Pegelstand von 5,50 Metern

„Unsere Mitarbeiter sind in ständiger Bereitschaft, was die Pegelstände der Lippe angeht“, erläutert Anne-Kathrin Lappe, Pressesprecherin des Lippeverbandes. „Ab einem Pegelstand von 5,50 Metern greift die Hochwasserbereitschaft, dann wird das Personal verstärkt, mögliche Maßnahmen wie etwa die Sperrung von Straßen werden vorbereitet. Von einem Hochwasser an der Lippe gehen wir im Bereich Haltern ab einem Pegelstand von sechs Metern aus.“

Zurzeit hat der Lippeverband den Pegelstand besonders aufmerksam im Blick, weil der Deich im Bereich Lippramsdorf noch geöffnet ist. Hier wird der Anschluss des Altdeiches an den neuen Ha-Li-Ma-Deich durchgeführt, der sich weiter im Hinterland befindet als der Altdeich und in Zukunft eine neue Auenlandschaft entstehen lassen wird.

Zurzeit ist der Lippedeich noch geöffnet, weil der Altdeich an den neuen Ha-Li-Ma-Deich angeschlossen wird.

Zurzeit ist der Lippedeich noch geöffnet, weil der Altdeich an den neuen Ha-Li-Ma-Deich angeschlossen wird. © Lippeverband

„Die Regenfälle der letzten Wochen haben die Arbeiten etwas verzögert, weil es dann nicht so einfach ist, am Deich zu arbeiten“, sagt Anne-Katrin Lappe. „Es fehlen noch etwa 10.000 Kubikmeter Material, um die Lücke zu schließen. Wir sind aber trotzdem noch im Zeitplan.“

Kein Grund zur Sorge

Bis Ende März soll der Bauabschnitt fertig gestellt sein, dann folgt der Deichanschluss an den Altdeich weiter westlich etwa auf Höhe der Bandbrücke und des Marler Chemieparks.

„Auch wenn weitere Regenfälle zu erwarten sind, muss sich niemand Sorgen machen“, sagt Anne-Kathrin Lappe. „Wenn sich eine Hochwasserentwicklung abzeichnet, können wir den Deich rechtzeitig wieder schließen, damit es nicht zu Überschwemmungen im Hinterland kommt.“

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