Liesa Möllers wurde für ihr Ehrenamt von der Bundesfamilienministerin ausgezeichnet

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Für Liesa Möllers ist Ehrenamt etwas Besonderes. Seit 2018 arbeitet die Halternerin für den Kinder- und Jugendhospizdienst. Jetzt wurde sie von Familienministerin Franziska Giffey geehrt.

Haltern

, 27.04.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zeit schenken, ist die Hauptaufgabe von Liesa Möllers, wenn sie für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Südliches Münsterland arbeitet. Eigentlich ist die 24-Jährige als Heilpädagogin tätig, doch in ihrer Freizeit ist sie mit Herz und Seele im Ehrenamt tätig. Für diese Arbeit wurde sie nun gemeinsam mit 95 weiteren jungen Ehrenamtlern von der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ausgezeichnet.

Mit den Urkunden, die die Ehrenamtlichen bekommen haben, soll ihr Engagement gewürdigt und gleichzeitig eine Möglichkeit geschaffen werden, die erworbenen Kompetenzen und das Engagement nachzuweisen. „Wir machen heute einen Schritt, das Ehrenamt junger Menschen besser anzuerkennen. Wer sich engagiert, soll auch im weiteren Leben davon profitieren können", sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.

Liesa Möllers freut sich über die Aufmerksamkeit für das Ehrenamt

Liesa Möllers freute sich über die Möglichkeit, in Berlin dabei zu sein. Gemeinsam mit einer anderen Ehrenamtlichen aus Recklinghausen besuchte sie für zwei Tage die Hauptstadt und trat dabei auch in Dialog mit Politikern und anderen Ehrenamtlichen. „Es hat mich gefreut, dass der Bereich durch solch eine Veranstaltung unterstützt wird. Ich wünsche mir, dass es viel mehr solcher Veranstaltungen gibt, für alle die sich ehrenamtlich betätigen, egal in welchem Bereich", sagte die 24-Jährige.

Erst in der ersten Jahreshälfte 2018 hatte die Halternerin den sogenannten Befähigungskurs absolviert, der für die Ehrenamtlichen im Hospizdienst verpflichtend ist. Danach war für sie schnell klar: „Das möchte ich weitermachen."

Gerne in Kontakt mit Menschen und vor allem Kindern

Bereits in der Heilpädagogik sei sie eng mit den Themen Begleitung von Familien, erkrankten Kindern oder Kindern mit Behinderung verbunden. „Da mir der Kontakt zu Menschen so gut gefällt und mir vor allem die Kinder unheimlich viele tolle Momente schenken, habe ich schon lange überlegt, mich auch ehrenamtlich zu betätigen", so Liesa Möllers.

Das Kinderhospiz hatte für die Halternerin dabei einen besonderen Reiz. „Es klang spannend für mich, mich mit Kindern noch einmal intensiver auseinander zu setzen. Denn im Kontext zum Beispiel mit Tod und Trauer war das für mich neu." Durch Zufall entdeckte sie, dass diese Arbeit auch in Haltern möglich ist. Da musste sie nicht lange überlegen um sagen zu können: „Das möchte ich unbedingt.“

Dass das die richtige Entscheidung war, merkte sie schnell: „Ich kann den Familien und dem Dienst meine Zeit schenken und das ist das einfachste Geschenk was ich machen kann. Und, kaum zu glauben, aber für etwas, was ich schenke, bekomme ich sogar etwas zurück", erzählt die 24-Jährige.

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