Meinung

Liebe Halterner in Geldnot, schämt euch nicht und lasst euch helfen

Viele Halterner sind in finanzieller Schieflage. Doch sie lassen sich nicht helfen. So geht das nicht weiter. Ein Kommentar.
Wer in der Schuldenfalle sitzt, sollte sich helfen lassen. © picture alliance / dpa

„Kommst du mit auf einen Kaffee in die Stadt?“ „Nein, ich habe leider keine Zeit.“ In Wahrheit fehlt aber das Geld am Ende des Monats. Die Vereinsamung nimmt zu. Dieses fiktive Beispiel zeigt das große Problem, vor dem Schuldnerberater Christian Overmann häufig steht. Die Halterner schämen sich, rechtzeitig Hilfe zu suchen. Sie lassen sich erst beraten, wenn es zu spät ist.

Was sollen sonst die Nachbarn denken?

Woran liegt das? Viele Halterner sind wohl situiert. Sie haben ein Haus, eine Wohnung, eine Familie. Heile Welt am Stausee. Doch plötzlich gerät man in Schieflage. Der Halterner denkt: Die Fassade muss aufrechterhalten werden. Was sollen sonst die Nachbarn denken? Die Angst, dass sie gesellschaftlich ausgeschlossen werden könnten, ist zu groß.

Ausgelöst durch unvorhersehbare Ereignisse

Dabei wird die Überschuldung meist ausgelöst durch unvorhersehbare Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Trennung, Erkrankung oder Tod des Partners. Das kann leider jedem passieren. Wir alle müssen stattdessen mehr auf uns und unsere Freunde, Bekannte, Nachbarn achten. Wir müssen auf Menschen, denen es nicht gut geht, zugehen. Liebe Halterner, hört auf euch zu schämen und lasst euch helfen!

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