Häufig bilden sich an der Ampelanlage Recklinghäuser Damm / Recklinghäuser Straße lange Schlangen. Mit der Freigabe des Pendlerparkplatzes wird sich die Lage noch verschlimmern. © Jürgen Wolter
Meinung

Kreuzung Glashütte: Viel zu lange mit erwartbarem Problem herumgeeiert

Bald ist der Halterner Bahnhof mit dem neuen Pendlerparkplatz fertig, aber die Verkehrssituation ist nicht gelöst. Ein Kommentar dazu.

Einen neuen Bahnhof soll Haltern seit 20 Jahren bekommen, 2016 gab es den symbolischen Spatenstich, 2019 legte die Bahn dann tatsächlich los und nun steht der barrierefreie Umbau des Bahnhofs inklusive eines großen Pendlerparkplatzes am Ikenkamp kurz vor der Fertigstellung. Viel Zeit also für die Halterner Politik, sich Gedanken über die Sanierung einer unstrukturierten Recklinghäuser Straße zu machen und vor allem eine Lösung für den (schon jetzt oft verstopften) Kreuzungsbereich an der Glashütte zu suchen. Es tritt wahrlich kein überraschendes Ereignis ein.

Die damalige Entscheidung, den Parkplatz an die Rückseite des Bahnhofs zu verlegen und Pendler aus dem Westen einmal um die halbe Stadt zu leiten, könnte man als politischen Schwächeanfall bezeichnen. Sei es drum.

Dann muss man aber auch die Konsequenzen bedenken. Es wurde jedenfalls in den Jahren viel diskutiert, gestritten und immer wieder auf die Schwerfälligkeit und Sturheit des Landesbetriebs NRW hingewiesen. Ein echtes Resultat hat es in den zwei Jahrzehnten nicht gegeben, obwohl die prekäre Lage, die Haltern bald zu erwarten hat, gut vorauszusehen war. Jetzt wird mit einer Öffnung des Ikenkamps geeiert, damit die Frustgefühle der Berufspendler nicht explodieren. Ein unverbesserlicher Optimist ist, wer einen entspannten Verkehrsfluss erwartet.

Im Wahlkampf ist viel versprochen worden, jetzt muss abgeliefert werden. Nicht erst in 20 Jahren.

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Elisabeth Schrief

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