Knapp 20 Männer sollen sich wegen eines Mädchens geschlagen haben

dzMassenschlägerei

Etwa 20 junge Männer haben sich am Dienstag im Freibad Aquarell eine Massenschlägerei geliefert. Am Tag danach kommen persönliche Daten ans Licht - auch zur Ursache gibt‘s Hinweise.

Haltern

, 26.06.2019, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehr als 30 Grad in Haltern am See, bestes Freibadwetter, doch einigen Familien ist der Spaß am Dienstagabend gehörig verdorben worden. Im Kiosk-Bereich des Freibads Aquarell wurde geschubst, geschrien, dann flogen Stühle und mindestens eine Glasflasche soll zur Drohung zerschlagen worden sein, um als bessere Waffe zu dienen.

Am Tag nach der Massenschlägerei mit knapp 20 Beteiligten teilt die Polizei mit: „Ein 15- und ein 16-Jähriger aus Recklinghausen waren mit einem 27-Jährigen aus Haltern am See in Streit geraten.“ Bekannte haben den 27-Jährigen daraufhin unterstützt, immer mehr Leute kamen dazu, wodurch sich die Massenschlägerei entwickelte.

Zwölf Männer zwischen 15 und 27 Jahren

Stühle und ein Mülleimer seien offensichtlich als Schlagwerkzeuge eingesetzt worden. Ernstere Verletzungen gab es allerdings nicht, nur die drei Auslöser trugen leichte Blessuren davon.

Die Polizei nahm die Personalien von zwölf Männern zwischen 15 und 27 Jahren auf, alle wohnen in Recklinghausen oder Haltern am See. Zeugen geben an, mehrere Beteiligte seien bei der Ankunft der Polizei schnell geflohen.

Anzeigen wegen teils gefährlicher Körperverletzung

„Die Befragung vor Ort erwies sich als schwierig“, berichtet Polizeisprecherin Ramona Hörst. Verschiedene Varianten wurden wiedergegeben, außerdem musste die Polizei Dolmetscher dazurufen, weil einige Beteiligte nicht ausreichend Deutsch sprachen. Anzeigen wegen teils gefährlicher Körperverletzung sind geschrieben worden.

„Die Mitarbeiterin des Kiosks hat von Badegästen gehört, dass ein Streit um ein Mädchen der Auslöser gewesen sein soll“, berichtet Aquarell-Sprecher Thomas Liedtke. Die Polizei sei schnell vor Ort gewesen, einige Beteiligte versuchten da schon, schnell zu verschwinden.

Den Tätern droht ein zweijähriges Hausverbot

„Die Polizei übermittelt uns die Personalien der zwölf Männer, dann sprechen wir jeweils ein zweijähriges Hausverbot aus“, so Liedtke. Sicherheitspersonal gibt es im Freibad nicht, „die Bademeister sind geschult, deeskalierend einzugreifen“, sagt der Sprecher: „Wir behalten das Thema im Auge.“ Einige Scherben hätten die Schläger zurückgelassen, ansonsten habe es keine bleibenden Schäden gegeben.

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