In den Kindergärten werden die Kinder in festen Gruppen betreut. © dpa
Jugendamt dankt

Kinderbetreuung ist für Halterns Kitas wegen Corona enorm anstrengend

Weil die Infektionszahlen nicht in dem Maß sinken wie erhofft, bleiben Halterns Kindergarten eingeschränkt geöffnet: Die Betreuungszeit wird um zehn Stunden gekürzt. Ausnahmen sind möglich.

Corona beeinträchtigt den Alltag in den Kindergärten sehr. Jugendamtsleiter Gisbert Drees weiß, wie enorm anstrengend die Arbeit für die Erzieherinnen und Erzieher und wie viel guter Willen von den Eltern gefordert ist. „Was hier in den letzten zwölf Monaten geleistet wurde, ist außergewöhnlich“, bedankte er sich am 9. März im Ausschuss Generationen und Soziales zunächst bei den Beschäftigten in den Kitas und den Trägern.

Aber er bezog auch die Eltern mit ein, die quasi von einem auf den anderen Tag vor die Situation gestellt worden seien, Familie, Kinderbetreuung, Home-Schooling und den eigenen Beruf unter einen Hut zu bringen.

Wie sich das erste Corona-Jahr gestaltete, ließ Jugendamtsleiter Gisbert Drees Revue passieren.

Betreuung um zehn Stunden in der Woche gekürzt

Bis zum 21. Februar galt ein eingeschränkter Pandemiebetrieb. Die Kindertagesstätten wurden grundsätzlich geöffnet, doch die Betreuungszeiten in festen Gruppen pauschal um zehn Stunden je Woche gekürzt. Die Landesregierung und auch die Stadt Haltern baten zum Schutz aller darum, die Kinder doch möglichst zu Hause zu lassen. Die Kitas und Kindertagespflegen blieben allerdings grundsätzlich geöffnet. Anfangs kamen etwa ein Drittel der Jungen und Mädchen, später 50 bis 70 Prozent.

Vom 22. Februar bis 7. März wurde die Empfehlung an die Eltern, die Kinder zu Hause zu betreuen, wieder aufgehoben. Betreut wurden die Kleinen weiterhin nur in festen Gruppen, die Betreuungszeit blieb um zehn Stunden gekürzt (das wurde über die Öffnungszeiten geregelt). Nahezu alle Kinder gingen wieder täglich in ihre Kita.

Der eingeschränkte Regelbetrieb gilt bis zum 28. März

Ab dem 8. März sollte die Betreuung wieder im vertraglich vereinbarten Umfang stattfinden. Da die Infektionszahlen noch zu hoch sind, musste zurückgerudert werden. Es gilt jetzt ein eingeschränkter Regelbetrieb bis zu den Osterferien (28. März). Die wöchentliche Betreuungszeit wird immer noch um zehn Stunden gekürzt, aber je nach den örtlichen Verhältnissen ist es auch möglich, mehr Stunden anzubieten.

„Seit dem 22. Februar werden fast überall wieder genauso viele Kinder betreut wie vor Corona“, stellt Gisbert Drees fest. Da nach wie vor nur feste Gruppen gebildet werden dürfen, ist der personelle Aufwand höher als zu normalen Zeiten.

Impfungen in Absprache mit dem Gesundheitsamt

Die Mitarbeitenden in den Kitas werden nun auch geimpft, das Jugendamt koordiniert sie in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt. „Wir erhoffen uns dadurch einen weiteren wichtigen Schritt zurück zur Normalität“, sagt Drees. Auch die Testungen werden ausgebaut und die Abstände verkürzt. „Wenn wir uns an die Spielregeln halten, wird es uns gelingen, hoffentlich bald wieder normale Zeiten zu erleben“, ein Wunsch, den viele gern unterschreiben würden.

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Elisabeth Schrief

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