"Jeki" startet in die zweite Runde

HALTERN Mit 32 Kindern geht das Projekt „Jedem Kind sein Instrument“ (Jeki) an der Joseph-Grundschule im kommenden Schuljahr in die zweite Runde.

von Von Silvia Wiethoff

, 11.07.2008, 10:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das von der CDU-Landesregierung geförderte Programm ist in Haltern auf fruchtbaren Boden gefallen. Mit den Grundschulen in Lavesum als Kooperationspartner von Sythen, in Flaesheim und Lippramsdorf besteigen im neuen Schuljahr drei weitere Partner den Musikdampfer Jeki. Langfristig soll er alle Halterner Grundschulen ansteuern. Neu ist, dass die Teilnahme nunmehr für die Erstklässler der teilnehmenden Schulen verpflichtend wird. Fünf weitere Lehrer werden den Unterricht von jeweils einer Stunde in der Woche übernehmen. Weil die Erziehungsberechtigten für eine Pflichtübung nicht zur Kasse gebeten werden können – im vergangenen Jahr zahlten sie pro Kind zehn Euro im Monat – wird sich die Stadt Haltern finanziell engagieren. So findet übrigens doch noch eine Idee der Kulturhauptstadt 2010 Unterstützung vor Ort.

Bei der Umsetzung von Jeki in Haltern leistete Gabriele Schlawin-Piskurek Pionierarbeit. In der ersten Praxisphase mussten einige Hürden überwunden werden. Es zeigten sich aber die Vorteile des Jeki-Projekts. Beispiele: Erstmalig werden mit ihm auch Kinder aus Familien erreicht, in denen kulturelle Angebote beziehungsweise Musik keine tragende Rolle spielen. Eltern schätzen die Musikausbildung in ihrem Ortsteil, die von Fahrdiensten am Nachmittag entbindet. Für die Musikschule bildet die Zusammenarbeit mit den Schulen eine Säule, die den Fortbestand sichert. Allerdings besteht die Gefahr, dass ein flächendeckendes Jeki-Angebot die bisherige Grundausbildung verdrängt.

Die Sythener Kinder werden im zweiten Jeki-Jahr mit Blockflöte (zwei, Gitarre (zwölf), Keyboard, Geige (jeweils sechs), Cello (vier) und Klavier starten. Am 25. August werden die Instrumente überreicht.

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