Jasper Surholt hat Alpakas als Haustiere und findet sie „ziemlich süß“

dzIn Lippramsdorf

Kuscheliges Fell, riesige Kulleraugen: Sinfonie, Fiona und Carla sind die Stars im Garten von Familie Surholt. Jasper (10) hat eines seiner Haustiere sogar schon mit in die Schule genommen.

Lippramsdorf

, 08.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Zugegeben, die Alpakas von Jasper Surholt sehen gerade etwas „gerupft“ aus. Das dicke Fell, das sie sich in den vergangenen elf Monaten zugelegt haben, ist nach der Schur in der vergangenen Woche in Säcken verpackt.

Die Wolle muss ab

Aber wahre Schönheit kommt von innen. Jasper findet seine Haustiere Sinfonie, Fiona und Carla selbst kahl geschoren „ziemlich süß“. Die Wolle musste nach der sogenannten „Schafskälte“ ab, um die Alpakas im Sommer vor Überhitzung zu bewahren. Sie ist von bester Qualität und wird jetzt von einer gebürtigen Lippramsdorferin verarbeitet.

Jasper Surholt hat Alpakas als Haustiere und findet sie „ziemlich süß“

Am 29. Mai war die Schur fällig. Gut sieben Kilo Wolle fielen bei drei Tieren ab. © privat

Wie kam Jasper ausgerechnet zu Alpakas? „Die Idee hatte Mama und ich fand sie richtig toll. Nur Papa mussten wir dann noch überzeugen“, lacht Jasper keck. Weil die kleinen Südamerikaner sich allein nicht wohlfühlen, kauften Nina und Kai Surholt für ihren Sohn zwei Tiere. Bedingung für die Haltung war, dass eine 1000 Quadratmeter große Weidefläche und ein offener Stall mit Liegefläche zur Verfügung stehen.

Jasper Surholt hat Alpakas als Haustiere und findet sie „ziemlich süß“

Ein offener Stall bietet Schutz vor Sonne und Regen. © privat

Für jedes zusätzliche Tier sind je 100 Quadratmeter mehr vonnöten. Inzwischen hat Jasper drei Alpakas, mit Hattim zieht in Kürze Nummer vier bei den Surholts ein. „Die zweijährige Fiona ist ein bisschen frech. Wenn sie schlechte Laune hat, spuckt sie gern öfter als die anderen Tiere“, erklärt Jasper den baldigen Einzug der zwölf Jahre alten Alpaka-Dame. Sie soll bei Fiona mit ihrer Gelassenheit für gute Manieren sorgen.

Der Magen ist empfindlich

Alpakas sind gerne an der frischen Luft, sie vertragen selbst Minustemperaturen gut. Bei Familie Surholt an der Erzbischof-Buddenbrock-Straße haben sie reichlich Auslauf und auch der Tisch ist mit frischem Grün reichlich gedeckt. Jasper füttert nur Mineralfutter zu.

„Fiona, Sinfonie und Carla sind sehr anspruchslos und pflegeleicht“, sagt der Zehnjährige. Allerdings sind die anmutigen Tiere sensibel und reagieren auf Gefühlsregungen der Menschen, weshalb sie auch für Therapien eingesetzt werden. Und sie haben einen empfindlichen Magen. Wenn sie in vermeintlich guter Absicht beispielsweise mit Brot oder Obst gefüttert werden, werden sie krank. Das ist Jasper auch schon passiert.

Jasper Surholt hat Alpakas als Haustiere und findet sie „ziemlich süß“

Die Alpakas trugen viel Wolle am Leib, bevor es zur Schur ging. © privat

Kürzlich hat der Grundschüler ein Alpaka (natürlich mithilfe der Eltern) mit zur Wilhelm-Lehmbruck-Schule nach Dorsten genommen. Die Kinder durften ihre Haustiere vorstellen. Da erklärte Jasper auch, was ganz wichtig ist: „Du solltest jeden Tag Zeit haben, die Tiere zu füttern und wenn du in den Urlaub fährst, musst du jemanden finden, der sich kümmert.“ Bei Surholts ist das der Fall. Die hübschen Wiederkäuer Fiona, Sinfonie und Carla werden mit viel Liebe umsorgt.

Kamele ohne Höcker

Alpakas gehören zur Familie der Kamele, haben aber keine Höcker. Ihr Körper wird bis zu zwei 2 Meter lang und sie können eine Schulterhöhe zwischen 80 Zentimeter und 1,20 Meter erreichen. Ihr Gewicht liegt zwischen 130 und 150 Kilogramm. Die Tiere von Familie Surholt stammen von der Schermbecker Lopaka Ranch von Holger, Simone und Talina Lorei.

Jasper Surholt hat Alpakas als Haustiere und findet sie „ziemlich süß“

Carla ist mit einem Jahr das jüngste Alpaka-Mädel. Familie Surholt hat gerade ihre kleine Herde auf vier Tiere aufgestockt. © Elisabeth Schrief

Was Jaspers Haustiere unwiderstehlich macht? Ihre unverhohlene Neugier und das feine Lächeln, das sie ständig im Gesicht zu tragen scheinen. Allerdings stehen sie nicht besonders darauf, ständig geknuddelt zu werden. Lieber hängen die Alpaka-„Kumpelinen“ miteinander ab. Aber zum Kuscheln gibt es ja noch Hündin Lilly.

Lesen Sie jetzt