Iron Daniel schafft seinen Triathlon

Experiment gelungen

Tatsächlich. Er hat es geschafft und erfolgreich sein Triathlon-Experiment beendet. Und wissen Sie was? Obwohl er ganz schön ins Schwitzen kam, hat es unserem Kollegen Daniel Winkelkotte ("Iron Daniel") richtig Laune gemacht. Hier sein Erlebnisbericht.

HALTERN

, 30.06.2015, 16:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Disziplinen standen am vergangenen Freitag auf dem Programm: 750 Meter Schwimmen, rund 23 Kilometer Radfahren und über sechs Kilometer Laufen. In der Szene ist diese Art von Wettbewerb als Sprint-Triathlon bekannt.

Die Ziellinie am Erlebnisbiergarten "Jupp unner de Böcken" habe ich, fast auf die Sekunde genau, nach 100 Minuten erreicht. Zum Vergleich: Der Lüdinghauser Dirk Casimir, der am Sonntag den renommierten City-Triathlon in Münster gewonnen hat, benötigte 1:59,43 Stunden für seinen Triathlon. Ich war also fast 20 Minuten schneller als er. Naja. Diese Rechnung geht zugegeben nicht so ganz auf.

Casimir hat seinen Triathlon über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Laufen) absolviert. Er hatte in den drei Disziplinen also jeweils das doppelte Pensum zu absolvieren. Unter’m Strich war er natürlich deutlich besser als ich. Aber was soll's. Ich bin halt noch ein Anfänger. Mit meiner erreichten Zeit bin ich mehr als zufrieden. Vorgenommen hatte ich mir, unter 1:45 Stunden zu bleiben.

Fortschritte gemacht

Noch vor ein paar Monaten, als ich mit Unterstützung Halterner Experten und Firmen meine Vorbereitung startete, gab es durchaus Zweifel, ob ich mein gestecktes Ziel am Ende tatsächlich erreichen würde. Noch gut erinnere ich mich an meine erste Laufeinheit. Nach knapp zwei Kilometern musste ich damals die erste Gehpause einlegen. Für mehr hatte die Kondition einfach nicht ausgereicht. Von Woche zu Woche wurde es dann besser. Die Fortschritte haben mich immer mehr beflügelt. So sehr, dass ich mir am Freitag schließlich absolut sicher war, dass ich es packen werde.

Dabei war mir der Start im Freibad am Lippspieker deutlich misslungen. Nach dem Kopfsprung vom Startblock saß meine Schwimmerbrille plötzlich am Kinn statt auf den Augen. Irgendwie habe ich sie wieder zurechtgerückt, aber nach den ersten fünf 50-Meter-Bahnen ging mir fast schon die Puste aus. Ich hatte es etwas zu schnell angegangen und ein wenig nervös war ich natürlich auch. Zum Glück hatte ich gute Begleiter an meiner Seite. Sie haben mich im und am Becken lautstark angefeuert.

Dann der Wechsel auf's Rad. Etwas unangenehm, klappte aber besser als erwartet. Teamkapitän Michael Benthaus und neun weitere Begleiter leisteten mir moralische Unterstützung. Es war, mit einem Wort, genial. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit: knapp 30 Kilometern pro Stunde.

Zu guter Letzt ging es dann auf die Laufstrecke. Einmal von Jupp bis in die Innenstadt und wieder zurück. Unser Kapitän vom Team Laufen, Alfred Pieper (Spiridon Haltern), gab das passende Tempo vor. Zum Ende hin, haben meine Oberschenkel etwas schlapp gemacht, aber im Großen und Ganzen kam ich völlig problemlos durch. Meine Kräfte hatte ich mir offenbar ganz gut eingeteilt.

Am Ball bleiben

Erschöpft, aber glücklich habe ich das Ziel erreicht. Gänsehautatmosphäre. Anschließend haben wir den Tag mit den Teilnehmern und Sponsoren gemütlich ausklingen lassen.

In einem Punkt waren sich alle einig: Es hat großen Spaß gemacht. "Und? Nächstes Jahr Hawaii?", fragte mich ein Zuschauer. Nein. Ich stecke mir lieber gesunde und realistische Ziele. Dem Ausdauersport will ich auf jeden Fall treu bleiben.

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