Veronika Beher ist Sprecherin der Halterner Grundschulleiter. Die Zusammenarbeit der Schulen ist eng und gut. © Pia Stenner
Corona-Maßnahmen

In Halterns Grundschulen startet Montag der Unterricht aus der Ferne

Die Halterner Grundschulen wollen soweit wie möglich im Gleichschritt durch die Corona-Krise marschieren. So trafen sie auch für die Zeit nach den Weihnachtsferien gemeinsam Vereinbarungen.

Veronika Beher, Leiterin der Silverbergschule und Sprecherin der Grundschulleiter, versucht am Donnerstag (7. Januar) verzweifelt, zu retten, was zu retten ist. Die neue Plattform IServ hat im Probelauf einwandfrei gearbeitet, jetzt ist sie fest installiert – und streikt. „Wir haben mit viel Arbeit alle Elternadressen eingepflegt und freuen uns auf diese Vernetzung, weil sie einen guten und leichten Austausch mit den Eltern ermöglicht“, erzählt Veronika Beher. Weil IServ gerade nicht klappt, überschütten Eltern die Schule mit Fragen.

Damit alle 240 Eltern nun rechtzeitig über das Schulleben nach den Weihnachtsferien informiert sind, schreiben die Klassenlehrer sie nach alter Manier per Mail an. Die Tücken der Technik, da ist Veronika Beher sicher, wird sie mit ihrem Team aber überlisten.

Viele Familien leihen sich Tablets von der Stadt Haltern

Viel Arbeit also auch in den Grundschulen, die allesamt am Montag (11. Januar) mit dem Distanzunterricht starten. In einer Videokonferenz, in der sich fünf Schulen zuschalteten, klärten die Schulleiter am Donnerstagmorgen den der Corona-Pandemie geschuldeten außergewöhnlichen Schulstart nach den Ferien ab.

Die Klassen 1 und 2 erhalten fertige Lernpakete mit Tages- und Wochenplänen sowie Erklärungen, die sie zu Hause abarbeiten. Die 3. und 4. Klassen lernen mit iPads, mit denen die Lehrkräfte sie schon vor den Weihnachtsferien vertraut gemacht haben. „Eltern hatten die Möglichkeit, Bedarf anzumelden, viele haben das auch in Anspruch genommen. Die städtischen Leih-Geräte sind da und erleichtern uns jetzt den Fernunterricht“, sagt Veronika Beher. Eingestellte Lernvideos geben den Jungen und Mädchen den Lernstoff vor.

Kinder vermissen die Schule, Lehrer vermissen die Kinder

In allen Grundschulen geben die Klassenlehrer ihre Zeiten an, wann sie für Kinder und Eltern erreichbar sind. Eine Notbetreuung muss die Schule anbieten, weiß aber nicht, mit welchem Personal. Veronika Beher bittet dringend, von der Betreuung nach Möglichkeit keinen Gebrauch zu machen. Es gehe schließlich darum, Kontakte zu reduzieren.

Grundsätzlich ist Veronika Beher sicher, dass es zurzeit keine Alternative zum Distanzunterricht gibt. Wenn man die Zahl der Infektionen senken wolle, dann dürfe man auch die Schulen nicht ausnehmen. „Aber die Kinder vermissen die Schule und wir Lehrer vermissen die Kinder“, betont sie.

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Elisabeth Schrief

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