In Haltern werden 1380 Kita-Plätze wieder nicht für alle reichen

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Die Stadt bietet ab Sommer 2020 insgesamt 1380 Kitaplätze an. Ab Montag (18. November) beginnen die Kindergärten mit der Vergabe. Trotz guter Quote ist sicher: Es wird wieder nicht reichen.

Haltern

, 18.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für das neue Kindergartenjahr 2020/2021 bietet die Stadt 1380 Betreuungsplätze an: 1032 für Kinder über drei Jahren und 348 für Kinder unter drei Jahren. Hinzu kommen 125 Plätze für ein- bis dreijährige Kinder in der Kindertagespflege. Damit sind 75,4 Prozent der Ü 3-Kinder mit Rechtsanspruch versorgt, die Quote bei der Versorgung von Kindern bis drei Jahren liegt bei 50,27 Prozent.

„Die Quote ist im Vergleich zu anderen Städten gigantisch“, stellte Jugendamtsleiter Gisbert Drees im Ausschuss Generationen und Soziales am 14. November fest. Dennoch werde es immer einen Engpass geben. Mit den Trägern habe man bisher stets Lösungen in schwierigen Fällen gefunden. „Richtung zufrieden sind wir alle erst, wenn wir eine Versorgung von hundert Prozent bieten können.“

Gruppen werden größer

Ab dem 18. November beginnen die Kindergärten mit der Vergabe der Betreuungsplätze. Alle Eltern sollen bis Weihnachten eine Mitteilung erhalten, ob ihr Kind versorgt ist oder nicht. Gisbert Drees weist ausdrücklich darauf hin, dass der im Ausschuss vorgelegte Kindergartenbedarfsplan ein Entwurf ist.

Ein endgültiger Plan sei erst im Sitzungszyklus März 2020 zu erwarten. Denn es sei sicherlich erforderlich, weitere Plätze bereit zu stellen. Das geht allerdings nur über die Erhöhung der Gruppenstärken in einzelnen Kitas - sofern das pädagogisch zu vertreten ist, wie Drees betont. Vorgesehen ist, die vierte Gruppe in der Lambertus-Kita und die dritte Gruppe in der Antonius-Kita nicht mehr nur als Provisorium, sondern als Dauerlösung einzurichten.

Hoffnung liegt auf Wohnquartier

Entspannung erhofft sich das Jugendamt auch von dem neuen Kindergarten in der alten Martin-Luther-Schule, der im Sommer 2020 eröffnet werden soll. Die Stadt würde begrüßen, wenn in dem Wohnquartier Katharinenhöfe tatsächlich eine Kita mit 50 Plätzen integriert wird. Der Investor ist in Gesprächen mit möglichen Trägern.

Überrascht wurde der Ausschuss von der Ankündigung einer Elterninitiative, in Haltern einen Waldkindergarten für 20 Kinder bauen zu wollen. Noch fehlt allerdings das passende Grundstück.

Nachbesserungen

„Sorgenkinder“ sind der DRK-Bewegungskindergarten in Lippramsdorf und das Familienzentrum Anne-Frank. Hier müssen nach Auskunft des Jugendamtes die Plätze reduziert werden. Das Landesjugendamt hat im Rahmen der Betriebserlaubnis bauliche Verbesserungen gefordert.

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