Meinung

Impfstart vor Ort: Wir müssen Geduld haben – auch wenn es schwerfällt

Der Impfstart in den Halterner Hausarztpraxen ist eigentlich eine gute Nachricht. Trotzdem ist die Stimmung bei manchen Patienten gereizt, denn sie wollen jetzt schnell geimpft werden.
Der Pieks ist sehr begehrt. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Nach einem Jahr Corona-Pandemie mit all ihren Folgen wie soziale Isolation oder finanzielle Sorgen liegen unsere Nerven blank. Seit Monaten warten wir auf Licht am Ende des Tunnels. Nun nimmt die Impfkampagne mit dem Start in den Hausarztpraxen endlich Fahrt auf. Vor Ort werden die Ärmel hochgekrempelt und dennoch ist die Stimmung gereizt.

Der Kampf um die Termine in den Halterner Hausarztpraxen ist eröffnet, bei der Buchung im Recklinghäuser Impfzentrum wird er fortgesetzt. Die Ärzte stehen vor dem Dilemma, dass sie zunächst nur eine überschaubare Menge an Impfstoff erhalten.

Wenn in den Praxen die Telefonleitungen heiß laufen, schafft das Frust auf allen Seiten. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass es noch Patienten gibt, die sich mit einem anderen wichtigen Anliegen an ihren Arzt wenden möchten.

Eines ist klar, jeder hat einen guten Grund, warum der Schutz vor dem Coronavirus für ihn wichtig ist. Wie bei einem Marathonläufer müssen wir jetzt auf der Strecke Geduld und Ausdauer bewahren. Auch eine gute Portion Teamgeist kann nicht schaden. Wer seinen Ärger vor Ort in den Arztpraxen ablädt, ist an der falschen Adresse. Erinnern wir uns an das berühmte Zitat von Helmut Schmidt: „In der Krise zeigt sich der Charakter.“

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