Tanja Kortenhorn-Helbig (r.) und Yvonne Buchwald leiten die Grotßtagespflege Villa Sonnenschein in Flaesheim. © Jürgen Wolter

Idyllischer Platz für kleine Kinder: Villa Sonnenschein in Flaesheim

In der Großtagespflege Villa Sonnenschein in Haltern-Flaesheim werden zurzeit neun Kinder zwischen 1 und 3 Jahren betreut. Sie liegt an einem besonders naturnahen Ort.

Aus dem Spielegarten blickt man auf das Gerüst der Flaesheimer Schleuse. Direkt zwischen Lippe und Kanal liegt die Großtagespflege Villa Sonnenschein auf einem, ehemaligen Bauernhof. „Unsere Räume waren früher mal der Schweinestall“, sagt Tanja Kortenhorn-Helbig, die 2015 die Großtagespflegestelle mit eröffnet hat.

Die beiden qualifizierten Tagesmütter Yvonne Buchwald und Tanja Kortenhorn-Helbig haben ihre Berufung zum Beruf gemacht. „Ich liebe es, mit Kindern zu arbeiten“, sagt Tanja Kortenhorn-Helbig, die seit 2010 als „Kindertagespflegeperson“, zertifiziert ist. Beide Frauen haben in der Villa Sonnenschein eine liebevoll eingerichtete Oase für die ganz Kleinen geschaffen. Es gibt einen Frühstücksraum, einen Spielraum, einen Spiel- und Ruheraum und oben unter dem Dach einen kleinen Bewegungsraum. Und natürlich den Garten mit Spielgeräten, einem Trampolin, einer Nestschaukel und sogar einem Rundkurs für die kleinen Bobby-Car-Flitzer.

Bei Zwillingen besonders „beliebt“

Neun Kinder dürfen hier betreut werden. Sie kommen in der Zeit von 7.30 bis 14.30 Uhr (35-Stunden-Betreuung). Auch eine 45-Stunden-Betreuung ist möglich, dann bleiben die Kinder bis 16.30 Uhr. „Wir achten darauf, dass die Altersstruktur gemischt ist und auch dass die Geschlechter ausgewogen verteilt sind“, sagt Tanja Kortenhorn-Helbig. Die Kinder können ab dem Alter von einem Jahr kommen, sie bleiben maximal bis zum Kindergartenalter von drei Jahren. Sie kommen aus ganz Haltern, Hullern bildet einen Schwerpunkt. Bei Zwillingen ist die Villa Sonnenschein offenbar besonders beliebt. „Davon hatten wir schon einige“, sagen die Tagesmütter.

Nach dem Ankommen folgt morgens zunächst das gemeinsame Frühstück. „Das bringen die Eltern der Kinder mit“, sagt Yvonne Buchwald. Nach dem Waschen und Wickeln folgt dann gemeinsame Spielzeit.

Förderung der Bewegung und des Spracherwerbs

„Das Spiel ist die höchste Form der Forschung.“ Diesen Satz von Albert Einstein haben die beiden Tagesmütter zu ihrem Motto gemacht. Förderung der Bewegung und des Spracherwerbs stehen dabei im Mittelpunkt. „Ich finde es immer wieder faszinierend mitzuerleben, wie die Kinder ihre Bewegungen entwickeln und wie sie anfangen zu brabbeln“, sagt Tanja Kortenhorn-Helbig. Auch die Beobachtung und Dokumentation der Entwicklung der Kinder gehören zu den Aufgaben des kleinen Teams.

Mit einem Singkreis, dem gemeinsamen Mittagessen, Wickeln und einer anschließenden Ruhe- und Schlafphase geht der Tagesablauf weiter. „Dabei halten wir uns an bestimmte Abläufe, Kinder brauchen in diesem Alter feste Rituale“, sagt die Tagesmutter. Und sie haben in der Villa Sonnenschein eine feste Bezugsperson, die Betreuung übernehmen die Tagesmütter individuell, sie werden dabei noch von einer Aushilfe unterstützt.

Die Coronapandemie sorgte anfangs teilweise für Betreuungseinschränkungen, zurzeit wirkt sie sich noch dahingehend aus, dass die Eltern nicht in die Einrichtung kommen dürfen, wenn sie ihre Kinder bringen oder abholen. „Sonst läuft der Betrieb aber inzwischen wieder normal“, sagt Yvonne Buchwald.

Insgesamt gibt es vier Großtagespflegestellen und aktuell sind ca. 33 Kindertagespflegepersonen in Haltern am See tätig. Sie betreuen die Tageskinder in angemieteten Räumen oder im eigenen Haushalt.

Wer sich für einen Platz interessiert, kann sich direkt bei der Villa Sonnenschein melden, oder sich zunächst bei der Fachberatung Kindertagespflege der Stadt Haltern am See informieren. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage: villa-sonnenschein-haltern.de.

Über den Autor
Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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