Hundehalter im Sythener Forst: „Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Zauberwort“

Hundehalter

Unser Bericht über unliebsame Begegnungen mit Hunden und deren Haltern in Sythen hat zu zahlreichen Reaktionen geführt. Die meisten gehen in dieselbe Richtung.

Haltern, Sythen

, 26.01.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hundehalter im Sythener Forst: „Gegenseitige Rücksichtnahme ist das Zauberwort“

Gegenseitige Rücksichtnahme fordern unsere Leser von Hundehaltern und Radfahrern. © picture alliance / dpa

Anwohner des Sythener Forstes haben sich über Hunde beschwert, die von ihren Haltern frei laufen gelassen werden. Dabei kam es schon oft zu unliebsamen Begegnungen. Viele unserer Leser haben auf unsere Berichterstattung reagiert und bestätigen diese Erfahrungen, einige sehen auch noch weitere Probleme. Aber es gibt auch positive Erfahrungen.

„Leider können viele Hundehalter sich nicht vorstellen, wie man sich erschrickt wenn man plötzlich von einem freilaufenden Hund angesprungen oder angebellt wird. Ich habe auch schon mehrfach die Erfahrung gemacht und bitte immer wieder die Hundehalter, ihre Hunde anzuleinen“, schreibt eine Leserin auf Facebook.

Ein Hundeführerschein könnte helfen

Auch in den Feldern von Sythen gebe es das Problem, so eine andere Leserin: „Wir haben selber Hunde und gewisse Dinge kann ich einfach nicht nachvollziehen. Ich denke, wenn die Pflicht bestünde, zum Beispiel einen Hundeführerschein zu machen, bevor man einen Hund kauft, würden sich einige Probleme von alleine lösen.“

Eine weitere Frau berichtet aber auch von positiven Begegnungen: „Ich bin Hundebesitzer und im Sommer tägliche Radlerin einmal quer durch Sythen. Gerade hinter der Schranke am Bahnhof sehe ich täglich die Gassigänger morgens und abends mit ihren Hunden. Bis jetzt sind mir weder pöbelnde Hunde entgegen gekommen, noch unverschämte Hundebesitzer. Ich heize aber auch nicht (...) und ohne zu klingeln an selbigen vorbei. Das nennt sich, glaube ich „gegenseitige Rücksichtnahme“. Den morgendlichen Gruß beim Treffen fand ich immer sehr nett - besonders freitags, wenn mir schon mal ein schönes Wochenende gewünscht wurde.“

Probleme auch mit Rad- und Autofahrern

Hundehalter weisen außerdem darauf hin, dass rücksichtslose Radfahrer für sie zum Problem werden können, „...die haarscharf und ohne Klingelzeichen turboschnell an mir und meinen angeleinten Hunden vorbeirasen, vor allem an dem Gleisweg Richtung Westuferpark. Ich habe hinten am Kopf keine Augen!“ Auch Autofahrer, die Feldwege als Abkürzung benutzen, seien rund um Sythen ein Dauerproblem.

Für die meisten ist „gegenseitige Rücksichtnahme“ das „Zauberwort“. „Es ist das Problem der allgemein zunehmenden Rücksichtslosigkeit in allen Bereichen unseres Lebens. Überall hört und liest man: Du musst Dich selbst verwirklichen, Du musst an Dich denken, Du musst das Leben genießen etc. ... aber es steht nie dabei, dass diese Dinge nur soweit gehen dürfen, wie sie die Mitmenschen nicht beeinträchtigen. Die Freiheit des Einzelnen geht nur bis dahin, wo die Freiheit des Anderen beginnt.“

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