Holzpellet-Heizung fürs Berufskolleg

HALTERN Maßarbeit war gefordert, es ging um Millimeter: Das Hans-Böckler-Berufskolleg erhielt eine Holzpellet-Heizungsanlage. Allein das Herzstück, etwa 1,50 m im Quadrat, wiegt vier Tonnen und musste irgendwie ins Kellergeschoss verfrachtet werden.

von Von Elke Rüdiger

, 31.07.2008, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Herzstück der Heizungsanlage.

Das Herzstück der Heizungsanlage.

Um 16.25 Uhr atmete Manfred Ernst auf: Das Heizungs-Herzstück, befreit von allem Zubehör, noch 2,3 Tonnen schwer, war unbeschädigt durch die statisch genau berechnete maximale Maueröffnung in den Keller eingelassen. Millimeterarbeit! Viermal nahmen Arbeiter Maß, ob diese wirklich groß genug sei. Und es passte dann haarscharf. Gerade mal eine Hand breit war links Platz, rechts weniger, nach oben war es kein Millimeter – aber, wie Markus Ernst meinte: „Später fragt niemand mehr, wie das Monstrum darunter kam.“ Und das schafften sie mit vereinten Kräften – intelligente Berechnung, Man-Power, Flaschenzügen, Kran, Winden, Kanthölzern, Rollen – und ein ganz klein wenig Gewalt.  

Die alte, mit Gas betriebene Heizungsanlage, so Volker Ehlert, Leiter des Immobilien-Fachdienstes auf Kreisebene, „entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen der Energiesparverordnung.“ Verschiedene Energieträger wurden überprüft, eindeutige wirtschaftliche Vorteile waren nicht festzustellen. Die klimafreundliche Pellet-Heizung mit 400 kw-Leistung ihrerseits mindert im Gegensatz zu ihren „Mitkonkurrenten“ den CO2–Ausstoß beträchtlich, von 176 auf 23 Tonnen im Jahr. Die Gesamtkosten für die Erneuerung der Heizungsanlage belaufen sich auf 250 000 Euro. 

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