Die hohen Temperaturen begünstigen die Gefahr von Kohlenmonoxid-Unfällen in Haltern

CO2-Vergiftung

Die Kreisleitstelle der Feuerwehr in Recklinghausen und Schornsteinfeger-Innung warnen vor Störungen an Gasheizungen bei der aktuellen Hitzewelle im Kreis Recklinghausen. Auch in Haltern.

Haltern

27.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Die hohen Temperaturen begünstigen die Gefahr von Kohlenmonoxid-Unfällen in Haltern

Die Schornsteinfegerinnung und die Feuerwehr-Leitstelle empfehlen, CO-Warnmelder zu installieren. © picture alliance / Franziska Gab

Derzeit sind die Feuerwehren im Kreis Recklinghausen vermehrt wegen erhöhter Kohlenmonoxid-Konzentrationen (CO) im Einsatz. Der Grund dafür ist oftmals ein hitzebedingter Abgasrückstau, wie die Schornsteinfegerinnung Münster erklärt. Durch die hohen Außentemperaturen könne es zum Erliegen der Thermik im Schornstein und so zu einem Rückstau der Abgase kommen.

„Dadurch erhöht sich die Kohlenmonoxidgefahr in Wohnungen. Auch wenn momentan keine Heizung gebraucht wird, werden die Geräte meist zur Warmwasserbereitung benötigt und somit auch bei der extremen Hitze betrieben“, so Karl Heinz van Wesel, Obermeister der Schornsteinfegerinnung für den Regierungsbezirk Münster.

Ab bestimmter Konzentration führt CO2 zu Erstickungstod

Gefährlich ist das, da sich dadurch der Kohlenmonoxid-Gehalt in der Wohnungsluft erhöhen kann. Das Gas ist geruch- und geschmacklos. Das Atemgift gelangt über die Lunge ins Blut, wo es den Sauerstoff-Transport behindert. Klassische Symptome einer beginnenden Vergiftung sind unter anderem Kopfschmerzen, gefühlte Atemnot und Schwindel. Kohlenmonoxid greift auch das zentrale Nervensystem an, ab einer bestimmten Konzentration führt CO zum Erstickungstod.

Besondere Gefahren gehen zusätzlich von Gasheizungen in Kombination mit mobilen Klimageräten aus. Denn diese Geräte entziehen den Räumen Wärme, indem sie warme Luft über einen Schlauch nach außen absaugen und somit für einen Unterdruck in der Wohnung sorgen. Dadurch können auch Abgase aus dem Schornstein in die Wohnung gezogen werden.

Die Schornsteinfegerinnung und die Feuerwehr-Leitstelle empfehlen, Gasfeuerstätten in Wohnungen nur mit geöffnetem Fenster zu betreiben und CO-Warnmelder zu installieren.

Lesen Sie jetzt
Dorstener Zeitung Einsturzgefahr gebannt

Abriss des Brandhauses an der Münsterstraße ist offenbar noch strittig

Vor neun Wochen hatte ein verheerendes Feuer in einem Mehrfamilienhaus gewütet. Ein Hausbewohner kam dabei ums Leben. Wie es nun mit dem Gebäude weitergehen soll, ist wohl noch strittig. Von Ingrid Wielens

Lesen Sie jetzt