Hier bekommen Halterner im Notfall Hilfe, wenn der Strom und das Telefon ausfallen

Notfall-Infopunkte

Wenn in Haltern für längere Zeit der Strom oder das Telefonnetz ausfällt, sind bei Notfällen die Notfall-Infopunkte die erste Anlaufstelle. Neue Karten zeigen alle Punkte auf einen Blick.

Haltern

, 02.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hier bekommen Halterner im Notfall Hilfe, wenn der Strom und das Telefon ausfallen

Kreisbrandmeister Robert Gurk (r.) und Marc Schäper vom Fachdienst Kataster und Geoinformation mit den neuen Karten der Notfall-Infopunkte. © Kreis Recklinghausen

In der Kreisverwaltung und in den Rathäusern der zehn kreisangehörigen Städte, also auch in Haltern, sind neue Karten zu den Standorten der Notfall-Infopunkte (NIP) ausgelegt worden. Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger diese Karten kostenlos mitnehmen.

Auf den Karten ist ein Stadtplan abgebildet, der zeigt, wo sich die Infopunkte in der jeweiligen Stadt befinden. Außerdem wird der Standort jedes NIP in einem vergrößerten Kartenausschnitt mit Pfeilen gezeigt. Eine Übersicht der Adressen und die Erklärung zur Nutzung der NIPs gibt es zusätzlich auf der Karte.

Informationen werden dann per Funk weitergeleitet

Die Notfall-Infopunkte werden bei längeren Stromausfällen oder bei einem Totalausfall der Telefonnetze besetzt. Wenn keine telefonischen Notrufe abgesetzt werden können, dienen die 80 kreisweiten NIPs als erste Anlaufstelle. Dort können Bürgerinnen und Bürger im Notfall Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, DRK, THW oder DLRG informieren. Diese geben die Informationen dann per Funk vom NIP in die Leitstelle weiter, sodass Rettungskräfte wie gewohnt losgeschickt werden.

Wo sich die Notfall-Punkte in Haltern befinden, haben wir in der unten stehenden Karte festgehalten. Festgelegt wurden diese Standorte durch die Feuerwehren im Kreis:

? Wie kam es zu der Idee?

„2017 gab es eine große Übung mit dem Schadensszenario Stromausfall“, sagt Kreissprecherin Svenja Küchmeister. „Bislang war immer die Blickrichtung: Wie können wir die Menschen informieren? Und bei der Übung kam dann die Frage auf: Wie können die Menschen eigentlich uns erreichen?“ Daraufhin seien in monatelanger Arbeit die Prozesse rund um die Infopunkte geplant worden.

? Wie verhalte ich mich bei einem Stromausfall?

Der Kreis Recklinghausen rät zu folgenden Dingen:

  • Per Kurbel- oder Autoradio auf Hinweise achten
  • Kommt es zu einem Notfall (ein Stromausfall ist noch kein Notfall), können Notrufe an den Infopunkten abgesetzt werden
  • Kleine Mahlzeiten auf einem Campingkocher zubereiten
  • Grillen im Haus vermeiden (Erstickungsgefahr)
  • Bei Kerzen auf die Brandgefahr achten
  • Beim Ausfall der Heizung auf zusätzliche Kleidung zurückgreifen
  • Elektrische Geräte, die in Betrieb waren, sollten ausgeschaltet werden, um das Netz nicht zu überlasten, wenn der Strom wiederkommt

? Wie kann ich mich auf einen Stromausfall vorbereiten?

Es gibt laut dem Kreis verschiedene Dinge, die man für den Fall eines Stromausfalls im Haus haben sollte. Dazu gehören Kerzen und Taschenlampen, Batterien, Feuerzeuge oder Streichhölzer, ein batteriebetriebenes Radio, solarbetriebene Batterieladegeräte, Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel, warme Kleidung, Kohle, Briketts oder Holz für Kamine und Öfen, Bargeld und nötige Arzneimittel in ausreichender Menge.

Die Karten zu den NIP gibt es auch im Internet zum Download auf regiovest.de/nipkarten

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt