Hauptschule gratuliert ihren Absolventen - alle haben eine Perspektive

dzJoseph-Hennewig-Hauptschule

Ein mikroskopisch kleiner Virus veränderte auch die Welt im Kleinen. Nicht wie sonst mit einem großen Fest, sondern in vier kleinen Gruppen feierten 73 Hauptschüler das Ende der Schulzeit.

Haltern

, 12.06.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

73 Schülerinnen und Schüler der Joseph-Hennewig-Hauptschule beendeten am Freitag ihre Schullaufbahn. 16 schafften die Fachoberschulreife, 14 von ihnen sogar die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. 80 Prozent der BuS-Klasse (Betrieb und Schule) erreichten den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder den Förderschulabschluss. „Damit liegen wir weit über dem Landesdurchschnitt“, freute sich Schulleiterin Dagmar Perret über das gute Abschneiden. Fünf Schüler beenden die Hauptschul-Zeit nach Abschluss der Klassen 8 und 9. „Niemand der 73 Schüler verlässt uns ohne Perspektiven.“

Schulleiterin Dagmar Perret macht Schülern viel Mut

Dagmar Perret gratulierte zu Ausdauer und Leistungsbereitschaft und zu wirklich respektablen Ergebnissen. Wieder einmal habe sich bewiesen, dass eine Hauptschule keine Sackgasse sei.

Die BuS-Klasse war die erste von vier Gruppen, die ihre Zeugnisse entgegennahm.

Die BuS-Klasse war die erste von vier Gruppen, die ihre Zeugnisse entgegennahm. © Elisabeth Schrief

Sie ermutigte die Abschluss-Klassen mit Worten und mit Musik. So spielte sie zu Beginn die Titelmusik des Kinofilms „Rocky“ ein. In diesem Film geht es um einen armen Boxer, der mit eisernem Willen den Kampf mit einem Weltmeister aufnimmt und gewinnt. Dagmar Perret wünschte den Schülern, dass sie jetzt selbst - jeder auf seine Weise - Heldentaten bestehen. „Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen“, gab sie ihnen als Lebensweisheit mit auf den Weg.

Corona und den Beschränkungen geschuldet: Klassenlehrer Christian Boris Brandt überreichte die Zeugnisse mit gebotenem Abstand.

Corona und den Beschränkungen geschuldet: Klassenlehrer Christian Boris Brandt überreichte die Zeugnisse mit gebotenem Abstand. © Elisabeth Schrief

Die Kulisse, vor der sie das sagte, war diesmal eine andere. Wegen der Corona-Pandemie verabschiedete die Joseph-Hennewig-Schule ihre Absolventen in vier Etappen - auf Abstand und ohne Eltern. Ein Virus so klein, dass man ihn mit bloßem Auge nicht erkennen könne, habe weltweit eine Katastrophe ausgelöst. „Trotz aller Widrigkeiten wollen wir mit Euch feiern“, betonte Dagmar Perret.

Grußbotschaften aus dem Rathaus und der Kirche

Ihr Stellvertreter, Ludger Zander, verlas Grußworte von Bürgermeister Bodo Klimpel. Vorgezeichnete Lebenswege gebe es heute nicht mehr, die jungen Menschen seien immer wieder neu gefordert. „Lassen Sie sich nicht entmutigen. Wenn ein Weg nicht weiterführt, probieren Sie einen anderen.“ Klimpel dankte gleichzeitig dem Lehrerkollegium der Joseph-Hennewig-Schule für die engagierte Arbeit.

Eine Grußbotschaft vom Annaberg schickten die Seelsorger Georg Kleemann und Karl Henschel. So viel Neues fange nun an, „möge Euch Gott als Gefährte begleiten.“

Eine süße Erinnerung mit Rose schenkte Förderschullehrerin Birte Wiengarten den Absolventen.

Eine süße Erinnerung mit Rose schenkte Förderschullehrerin Birte Wiengarten den Absolventen. © Elisabeth Schrief

Die BuS-Klasse, die als erste aus den Händen von Klassenlehrer Christian Boris Brandt und Förderschullehrerin Birte Wiengarten die Zeugnisse im Rahmen der würdigen Feiern erhielt, bedankte sich bei den Lehrern für die Schulzeit und mit einem Film noch bei einer anderen Person: Hausmeister Manfred Steffen - „der beste Mann der Schule, der Knecht, der Herr, der Meister, die Rettung!“

Entlass-Schülerinnen und -Schüler mit Schulleiterin Dagmar Perret, ihrem Stellvertreter Ludger Zander und Kollegen.

Entlass-Schülerinnen und -Schüler mit Schulleiterin Dagmar Perret, ihrem Stellvertreter Ludger Zander und Kollegen. © Joseph-Hennewig-Hauptschule

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