Daniel Georgiev, Chef de Cuisine in den Ratsstuben, freut sich über eine erneute Auszeichnung. © Holger Steffe

Halterns Sternekoch Daniel Georgiev auf einer Stufe mit Björn Freitag

Er hat einen Stern und jetzt auch noch zwei Kochmützen: Daniel Georgiev von den Halterner Ratsstuben ist in den neuen Gault&Millau aufgenommen und steht auf einer Stufe mit Björn Freitag.

Am 30. November erscheint der traditionsreiche Gault&Millau Restaurant Guide 2021. Dieser Guide empfiehlt für das kommende Jahr 1000 Restaurants quer durch Deutschland – darunter auch die 500 besten. Dazu zählen die Ratsstuben in Haltern mit Sternekoch Daniel Georgiev.

„Super, das ist eine tolle Auszeichnung für uns“, kommentierte Daniel Georgiev die Nachricht. 15 Punkte wurden ihm zugesprochen, 19,5 ist die höchste Punktzahl. Der Gault&Millau gilt neben dem Guide Michelin als der einflussreichste Restaurantführer französischen Ursprungs. Die Gault-Millau-Kochmützen sind neben den Michelin-Sternen die begehrteste Auszeichnung der Haute Cuisine. 15 Punkte – und zwei Kochmützen – erhielt auch Björn Freitag vom Goldenen Anker in Dorsten, außerdem steht Daniel Georgiev auf einer Stufe mit Restaurants aus Hamburg, Berlin, Frankfurt oder München.

Punkte würdigen Leistungen der Küche

Neben den Punkten werden Kochmützen vergeben; bei 13 und 14 Punkten erhält das Restaurant eine Mütze, bei 15 und 16 Punkten zwei, bei 17 und 18 Punkten drei und ab 19 Punkten vier Mützen. In Österreich wird ein im Gault-Millau ausgezeichneter Koch „Haubenkoch“ genannt.

Die vergebenen Punkte (und gegebenenfalls Kochmützen) würdigen ausschließlich die Köche und ihre Küchenleistungen.

Vor zwei Jahren wurde Daniel Georgiev, der seit 2002 mit seiner Frau Petra das Ratshotel und die Ratsstuben führt, erstmals in den Gault&Millau-Guide aufgenommen. Er wurde mit 14 Punkten bewertet. Im vergangenen Jahr wurde er nicht erwähnt, die Gründe waren unerfindlich. Nun ist er wieder da, wo ihn auch seine Gäste sehen: In der Spitze der herausragenden Köche der Region und darüber hinaus. In der Schweiz und in Österreich wird die Kochmütze sogar höher bewertet als der Stern, erzählt Daniel Georgiev.

Gerade in der jetzigen Corona-Zeit mit dem zweiten Lockdown für die Gastronomie tut eine solche Auszeichnung mehr als gut. „Für uns ist das eine herausfordernde Situation“, bekennt der 1974 in Ostrava/Tschechien geborene Georgiev. Seit 2017 ist er Sternekoch. „Wir sitzen ohne Umsatz in unseren Häusern und warten, was passiert. Wir warten eigentlich auf das Ungewisse.“ Er fragt sich, ob es im Januar vielleicht noch schwieriger wird, wenn möglicherweise wieder geöffnet werden darf, aber die Kaufkraft durch viele Einflüsse gesunken ist. Und doch bleibt er positiv gestimmt.

„Wir halten durch“, verspricht er seinen Gästen, „darauf können sich die Halterner verlassen.“ Natürlich zählt auch er auf die versprochene Unterstützung aus Berlin. Die Zeit des Lockdowns, während der er leider auch sehr krank gewesen sei, nutze er, um neue Ideen zu kreiieren. „Mein Team und ich sind sehr motiviert für den Neustart“, betont er, der 2019 von der Halterner Zeitung zum Unternehmer des Jahres gekürt wurde.

Die Küche öffnet am 4. Dezember mit einem Abhol- und Bringservice. Auch zu Weihnachten möchte er seine Gäste auf Bestellung mit Menues versorgen. Dass die Restaurants an den Feiertagen wieder öffnen dürfen, glaubt er nicht.

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Elisabeth Schrief

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