Halterns Realschule rollte für ihre Absolventen den roten Teppich aus

dzAlexander-Lebenstein-Realschule

Für Schulleiter Frank Cremer ist klar: „Dieser Jahrgang wird mit Abstand unvergesslich bleiben.“ Abstand war auch das Zauberwort bei der Entlassfeier, doch der Rahmen war festlich wie immer.

Haltern

, 12.06.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war ein Auftritt fast wie in Hollywood: Die Alexander-Lebenstein-Realschule hatte für ihre 152 Absolventen den roten Teppich vom Eingang bis zur Aula ausgerollt. Durch ein Spalier von Rosen gingen die Schüler mit ihren Eltern jeweils zu dritt zu ihren nummerierten Plätzen. Alles war auf Abstand gestellt und doch war viel Nähe bei den insgesamt vier Feiern zu spüren.

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Abschluss an der Alexander-Lebenstein-Realschule

Das Corona-Virus habe den Schulalltag auf links gedreht. Es tue ihm persönlich weh, dass der Entlassjahrgang auf so vieles wie beispielsweise Chaostage oder Partys verzichten müsse, sagte Schulleiter Frank Cremer. Deshalb sei es seinem Team und ihm wichtig gewesen, eine würdige Zeugnisübergabe zu gestalten, sagte er gegenüber der Halterner Zeitung.

Schulleiter dankt Eltern, Schülern und seinem Kollegium

Den Glückwünschen für die erfolgreichen Schüler schickte er Dankesworte voraus: an die engagierten Eltern, die verantwortungsvollen und geduldigen Schüler, an die vorbildlich agierenden Kollegen. „Wir alle sind näher zusammengerückt in dieser Corona-Krise. Das hat uns bei allem sehr geholfen.“

Nach diesen Worten gehörte die ganze Aufmerksamkeit aber denen, die es geschafft haben und nun an einer neuen Wegkreuzung stehen. Von den 152 Absolventen erarbeiteten sich 96 die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, das könne sich, so Frank Cremer, landesweit sehen lassen. Die Schüler hätten nun unterschiedliche Ziele vor Augen, die Schule gebe ihn Bildung als Türöffner für die Zukunft mit ins Reisegepäck. „An unserer Schule habt Ihr gelernt, wie die Welt funktioniert und wie Ihr sie mitgestalten könnt. Respekt und Toleranz als Ausstattung gehörten sicherlich dazu.“ Er hoffe, dass alle am Ende einen Beruf finden, der sie glücklich mache.

Hiltrud Schlierkamp: Ein Schlusspfiff und ein Neuanfang

Hiltrud Schlierkamp, stellvertretende Bürgermeisterin, verglich die schulischen Leistungen mit einem sportlichen Wettkampf, die Abschlussfeier komme dem Schlusspfiff nach einem gelungenen Finale gleich. „Nun wechseln Sie in andere Ligen und Stadien mit neuen Herausforderungen.“ Dazu wünschte sie den Absolventen alles Gute und ermunterte sie zugleich, Gesellschaft mitzugestalten. „Wir brauchen junge Menschen, die sich engagieren.“

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Entlassfeiern an der Alexander-Lebenstein-Realschule

Die Schulzeit für 152 Schülerinnen und Schüler der Alexander-Lebenstein-Realschule endete am 12. Juni. Die Feiern fanden wegen der Corona-Pandemie in Etappen statt. Wir waren bei der Verabschiedung der 10c dabei.
12.06.2020
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Die Alexander-Lebenstein-Realschule feierte in vier Etappen. Dieses Bild zeigt die 10c.© Foto:Elisabeth Schrief
Immer drei Stühle standen nebeneinander, alle Plätze waren nummeriert, die Abstände wurden strikt eingehalten: So organisierte die Realschule die Abschlussfeiern.© Foto:Elisabeth Schrief
Über den roten Teppich gingen die Schülerinnen und Schüler in die Aula.© Foto:Elisabeth Schrief
Flankiert von ihren Eltern feierten die Realschüler ihren letzten Tag in der Alexander-Lebenstein-Realschule.© Foto:Elisabeth Schrief
Die Lehrer fassten stumm die Schuljahre mit großen Worten zusammen.© Foto:Elisabeth Schrief
Die Schulband unter Leitung von Tobias Rudolph gab der Feier einen gefühlvollen Rahmen.© Foto:Elisabeth Schrief
Schulleiter Frank Cremer sieht die Schülerinnen und Schüler gut gerüstet für die Zukunft.© Foto:Elisabeth Schrief
Die Freude über eine erfolgreiche Schulzeit in der Alexander-Lebenstein-Realschule bestimmte den Morgen in der Aula.© Foto:Elisabeth Schrief
Sabine Günther, Klassenlehrerin der 10c, legte die jeweiligen Zeugnisse auf den Tisch, die sich die Absolventen dann griffen.© Foto:Elisabeth Schrief
Zum Zeugnis gab es jeweils eine Rose .© Foto:Elisabeth Schrief
Jede Absolventin und jeder Absolvent wurde einzeln auf die Aula-Bühne gebeten, um sich Zeugnis und Anerkennung abzuholen.© Foto:Elisabeth Schrief
Auch die Schüler freuten sich über eine Rose.© Foto:Elisabeth Schrief

Kerstin Schemmer, Vorsitzender der Schulpflegschaft, sah in den Zeugnissen gar ein Visum für eine glorreiche Zukunft. Sie ermunterte die Schülerinnen und Schüler, die Jahre nicht einfach so vorbeiziehen zu lassen: „Findet ein gelungenes Leben mit weiteren Erfolgen.“

Per Video-Botschaft gratulierten Gerd Hofmann und Matthias Piontek von der evangelischen und katholischen Gemeinde. In der Feier für die Klasse 10c ging dann noch Klassenlehrerin Sabine Günther ans Rednerpult. Sie lobte ihre „muntere Klasse und deren regen Unterrichtsgespräche“ und wünschte ihren bisherigen Schützlingen, dass sie im Leben immer Menschen finden, die zu ihnen stehen und an sie glauben.

Schulband sorgte für berührende Augenblicke

Für berührende Momente sorgte die Schulband unter Leitung von Tobias Rudolph. Sängerin Luisa Schroer beeindruckte bei den mehrmaligen Auftritten mit ihrer Stimme und sorgte - unterstützt von der Band - für Gänsehaut-Momente.

Nach der Feierstunde versammelten sich die Klassen zu Gruppenfotos. Zum ersten Mal gibt es kein gemeinsames Jahrgangsfoto. Doch die Schülerinnen und Schülern trotzten mit schicker Garderobe und guter Laune allen Widrigkeiten. Nurselin Aksu fasste das so zusammen: „Es war eine schöne gemeinsame Zeit an der Alexander-Lebenstein-Realschule, in der tolle Freundschaften entstanden sind. Wir sind gewappnet und haben die Chance, nun unsere Wünsche und Träume zu verwirklichen.“

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