Stadtsprecher Georg Bockey verabschiedet sich in den vorzeitigen Ruhestand. © Stadt Haltern
Letzter Arbeitstag

Halterns Pressesprecher Georg Bockey geht vorzeitig in den Ruhestand

Aufgrund seiner Funktion als Pressesprecher war er jahrelang die „Stimme der Verwaltung“. Doch nun ist endgültig Feierabend. Der 62-jährige Dülmener verabschiedet sich in den Ruhestand.

Nach 11 Jahren beendet der Pressesprecher der Stadt Haltern, Georg Bockey, sein aktives Berufsleben. Ab dem 1. April beginnt der passive Teil seiner Altersteilzeit. Und weil noch etwas Resturlaub offen ist, war die Begleitung der Sitzung des Haupt- und Finanzauschusses am Donnerstagabend seine letzte offizielle Amtshandlung.

„Einerseits werde ich den Berufsalltag vermissen, andererseits freue ich mich, künftig mehr Zeit der Familie, insbesondere meinen Enkelkindern, widmen zu können“, sagt er. Sorgen, dass es im Ruhestand langweilig werden könnte, plagen ihn jedenfalls nicht. „Die freie Zeit werde ich mit meiner Frau und meinen Hobbies gut ausgefüllt bekommen.“ Reisen, wandern und radfahren sollen künftig vermehrt auf dem Tagesplan stehen. „Ganz sicher wird auch mal eine Radtour von meiner Heimat Dülmen nach Haltern dabei sein.“

Bei der Dülmener Zeitung angefangen

Mit der Seestadt ist Georg Bockey beruflich schon länger verbunden. Sein Werdegang führte ihn als junger Mann zunächst zur Dülmener Zeitung. „Ich habe an der Uni Münster Lehramt (Anm. d. Red.: Sport und Geschichte) studiert und das erste Staatsexamen abgelegt“, erzählt er. Die Zeit bis zum Lehramtsreferendariat habe er dann überbrücken müssen. „Da mir der Job bei der Zeitung aber gut gefallen hat, bin ich dabei geblieben und habe dies keinen Tag bereut.“

Nach sechs Jahren wechselte er den Auftraggeber. Ab 1991 war der Dülmener als Redakteur für die WAZ in Haltern am See tätig. „Da habe ich Haltern kennen und lieben gelernt. Mein erster beruflicher Auftrag führte mich zu einem Pressetermin bei Bauer Ewald“, sagt er und lacht. Als es nach einigen Jahren zu einer größeren Umstrukturierung bei der WAZ kam, suchte er sich schließlich eine neue Herausforderung. Am 1. Februar 2010 wurde der gelernte Zeitungsredakteur als Referent für Öffentlichkeitsarbeit vom damaligen Bürgermeister Bodo Klimpel eingestellt.

An den ersten Arbeitstag in der Verwaltung könne er sich konkret nicht mehr erinnern, „aber ich weiß noch, dass zum damaligen Zeitpunkt eine Delegation aus Haltern um Bürgermeister Bodo Klimpel in die USA gereist war, weil dort Halterns Ehrenbürger Alexander Lebenstein beigesetzt wurde.“ Politische und geschichtliche Themen haben den BVB-Fan schon immer interessiert.

Fachlich und emotional ein Ausnahmezustand

Die größte Herausforderung seiner beruflichen Laufbahn musste Georg Bockey in den Tagen nach dem tragischen Flugzeugunglück mit 16 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrerinnen aus Haltern am 24. März 2015 meistern. „Das war fachlich und emotional ein Ausnahmezustand, aber ich fand es sehr bemerkenswert, wie die Menschen in Haltern damals zusammengerückt sind“, sagt er.

Der Kontakt zu den Bürgern, der Politik und den Medien werde ihm fehlen. „Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht. Jeder Tag war anders und oft auch nicht planbar.“ Doch jetzt ist endgültig Feierabend und planen muss der Pressesprecher bald nur noch, wie er sinnvoll seine freie Zeit gestaltet. In diesem Sinne wünscht unsere Redaktion: „Alles Gute und Goodbye, Georg.“

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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