Wochenend-Aktion

Halterns Friseure machen mit Aktion auf ihre Existenznot aufmerksam

Friseurmeisterin Heike Uekötter beschreibt die Lage ungeschönt: „Wir kämpfen um unsere Existenz und haben Angst.“ Sie wünscht sich wie andere nichts mehr als einen Re-Start am 15. Februar.
Friseurmeisterin Heike Uekötter beteiligt sich an der Aktion des Friseurverbandes. © privat

Seit dem 16. Dezember 2020 sind die Friseursalons geschlossen. Heike Uekötter (Salon Haar-Zwei-Ooh, Lippstraße) tut das wie allen Friseuren in der Seele weh. Aber jetzt geht es um mehr als um die Gefühle, es geht ums Überleben.

Um auf die finanziellen Sorgen des Friseurhandwerks aufmerksam zu machen, startet der Friseurverband Nordrhein-Westfalen vom 31. Januar bis 1. Februar eine Aktion: Alle Salons lassen ihre Beleuchtung während dieser Zeit durchgehend an. Auch Halterner Friseure beteiligen sich, um gemeinsam ihre teils dramatische Situation zu beleuchten. Das Motto heißt: „Licht an, bevor es ausgeht!“

Wenigstens die versprochenen Gelder sollten fließen

„Viele Familienbetriebe können die mit dem Lockdown verbundenen Umsatzverluste nicht mehr überbrücken, sie stehen vor dem existenziellen Aus“, sagt der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV). Das bestätigt auch Heike Uekötter nach Gesprächen in ihrem beruflichen Umfeld. „Wir kämpfen deshalb für den Re-Start am 15. Februar“, sagt sie.

Informationsblätter in den Schaufenstern der Salons erklären Passanten, worum es geht. „Wir verstehen die strikten Maßnahmen, aber dann soll man uns auch die versprochenen Gelder auszahlen“, findet Heike Uekötter. Viele ihrer Kollegen stünden inzwischen mit dem Rücken zur Wand. Leider nehme deshalb aktuell die Schwarzarbeit zu, aber „das hilft uns gerade überhaupt nicht“.

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