Fünf vor Zwölf: Junge Halternerin warnt vor den Folgen des Klimawandels

Klimawandel

Wenn es für nachfolgende Generationen eine Zukunft geben soll, dürfen wir nicht so weitermachen wie bisher, meint Joana Zabel. Sie setzt sich für ein Umdenken ein.

Haltern

, 25.06.2019, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fünf vor Zwölf: Junge Halternerin warnt vor den Folgen des Klimawandels

Joana Zabel © privat

Joana Zabel gehört zu den jungen Menschen, die sich Gedanken über den Klimawandel und seine Folgen machen. Die Halternerin, die ihr Abitur am Joseph-König-Gymnasium ablegte und zurzeit in Köln ein Lehramtsstudium absolviert, will nicht länger eine stumme Zuschauerin sein. Deshalb engagiert sie sich in der Klima- und Umweltbewegung Extinction Rebellion (XR).

Am Freitag (28. Juni hält) sie einen Vortrag über die Klimakrise im Lea-Drüppel-Theater. „Ich bin weder Klimaforscherin noch Expertin, sondern eine sehr betroffene und besorgte Bürgerin wie viele andere“, begründet sie ihre Motivation.

Vortrag

Wie uns der Klimawandel und seine Folgen bedrohen

Der Vortrag zur Klimakrise von Joana Zabel findet am Freitag (28. Juni) um 19 Uhr im Lea-Drüppel-Theater an der Zaunstraße statt. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung richtet sich an erwachsene Menschen jeden Alters und möchte über den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Erderhitzung sowie der ökologischen Krise (Stichwort: Massensterben) aufklären. Die Mitglieder von Extinction Rebellion (XR) orientieren sich nach eigenen Aussagen bei ihrer Strategie an Vorbildern wie Ghandi, Martin Luther King oder den Freedom Riders, die durch gewaltfreien zivilen Ungehorsam große Veränderungen in der Gesellschaft herbeigeführt haben. Sie vertreten die vor allem die Prinzipien und Werte der Gewaltfreiheit und des Respekts vor jedem Menschen sowie einer (selbst)kritischen, fragenden Grundhaltung.

Als sie im letzten Herbst vom Report des Weltklimarats (IPCC-Bericht) erfahren und begonnen habe, sich stärker mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen, sei ihr klar geworden, dass bei diesem Thema die Zeit schlicht und ergreifend nicht ausreicht, um auf die konventionellen und leider oftmals sehr trägen Mechanismen der Politik, Wirtschaft und Bildung zu vertrauen.

„Deshalb habe ich beschlossen, auf andere Weise aktiv zu werden und mein Möglichstes zu tun, um ein Erwachen und Umlenken unserer Gesellschaft zu erreichen“, sagt sie.

Klimabewegung wurde 2018 gegründet

Sie hat sich der Bewegung Extinction Rebellion (XR) angeschlossen, die im März 2018 aus Sorge vor einem weltweiten ökologischen Kollaps in England gegründet wurde und sich momentan rasant über den Globus ausbreitet. Auch in Deutschland sind innerhalb der letzten Monate über 50 Ortsgruppen entstanden. „Wir sind eine Massenbewegung, die alle Bevölkerungsgruppen umfasst und den Bürgern eine Möglichkeit geben möchte, ihre Stimme hörbar zu machen und handlungsfähig zu werden“, informiert die Organisation über sich selbst.

Die Entscheidungen und Handlungen der Regierungen ständen in keinem Zu­sammenhang zu der ele­men­taren Bedrohung und der fortschreitenden Zerstörung unseres Lebensraums und unserer Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Ge­ne­rationen.

Das Leben aller Arten ist bedroht

Die Aus­wirkungen unseres Handelns, seien es CO2-Ausstoss, Fracking, Rodungen, Massentierhaltung, Überfischung und Vermüllung der Meere bedrohten das Leben auf unserem Planten – das Leben aller Arten. Auch das Aussterben der Menschheit in absehbarer Zukunft sei eine reale Möglichkeit. Millionen von Menschen litten bereits jetzt an den Auswirkungen von Dürren, Über­schwem­mungen und Ver­teilungskriegen.

Mit ihrem Vortrag in Haltern will Joana Zabel auf die Klimakrise und ihre drohenden Folgen aufmerksam machen und zum Bewusstseinswandel beitragen.

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