Halternerin Marija Peters sorgt sich um Erdbebenopfer in Kroatien

Spendenaufruf

In den vergangenen sieben Tage wurde Kroatien von mehreren schweren Erdbeben getroffen. Eine Halternerin sorgt sich um die Menschen in ihrer alten Heimat und ruft zum Spenden auf.

Haltern

, 07.01.2021, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Passanten machen ein Foto vor den Trümmern eines durch ein Erdbeben eingestürzten Hauses. Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat nach Angaben von Seismologen erneut die kroatische Zentralregion erschüttert.

Zwei Passanten machen ein Foto vor den Trümmern eines durch ein Erdbeben eingestürzten Hauses. Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat nach Angaben von Seismologen erneut die kroatische Zentralregion erschüttert. © dpa

Mehrere, teils schwere Erdbeben erschüttern seit rund einer Woche das beliebte Urlaubsland Kroatien. Einige Menschen kamen ums Leben, mehrere wurden verletzt, viele wurden obdachlos. Die Halternerin Marija Peters sorgt sich um die Menschen vor Ort, schließlich wuchs sie in der kroatischen Hauptstadt Zagreb auf. Noch immer wohnen dort Familienmitglieder, sie selber hat dort eine Privatwohnung. Nun startet sie einen Spendenaufruf.

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„Ich möchte dazu aufrufen, für die Menschen in Kroatien zu spenden“, sagt sie. Am Dienstag (29. Dezember) erschütterte ein schweres Erdbeben die kroatischen Kleinstädte Sisak, Petrinja und Glina an der bosnischen Grenze sowie die Dörfer der Umgebung. Sieben Menschen sind ums Leben gekommen, weitere 26 hatten Verletzungen davongetragen, teilte das Innenministerium nach den starken Erdstößen mit.

Die Halternerin Marija Peters sorgt sich aus "Verbundenheit zur Heimat" um die Menschen in Kroatien.

Die Halternerin Marija Peters sorgt sich aus "Verbundenheit zur Heimat" um die Menschen in Kroatien. © Privat

Die Region, die rund 45 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Zagreb liegt, gilt als ärmer und weniger entwickelt als der Rest des Landes. Im kroatischen Unabhängigkeitskrieg zwischen 1991 und 1995 war die Region eines der Kampfgebiete. Die Infrastruktur war aus dieser Zeit noch marode.

Wegen der Einsturzgefahr draußen geschlafen

Das Erdbeben erreichte auf der Richterskala eine Stärke von 6,4, was laut Definition ein starkes Erdbeben ist. Auch in den folgenden Tagen kam es immer wieder zu mehreren Nachbeben. Erst am 6. Januar (Mittwoch) hat es ein weiteres Nachbeben mit der Stärke 5,0 im Gebiet um die Kleinstadt Petrinja gegeben. Die Menschen in den betroffenen Städten blieben auch in den vergangenen Nächten draußen, vor Angst, dass ihre Häuser einstürzen könnten – wenn sie es nicht schon sind. „Viele Menschen sind obdachlos geworden. Sie schlafen auf Wiesen“, sagt Marija Peters. „Für die Menschen vor Ort, die alles verloren haben, möchte ich einfach einen kleinen Beitrag leisten“, sagt sie.

„Es ist super schwierig“

Sie hat bereits gespendet und hofft, weitere Menschen dafür begeistern zu können, es ebenfalls zu tun. Auch wenn sie wisse, dass es für viele derzeit nicht einfach sei. „Es ist super schwierig in der Situation wegen der Pandemie“, sagt sie. Sie selber sei in Kurzarbeit. Aus „Verbundenheit zur Heimat“ wollte sie aber den Menschen vor Ort helfen.

Hier kann gespendet werden

Ihren Familienmitgliedern, die noch vor Ort leben, gehe es glücklicherweise gut, erzählt sie. In Zagreb habe man die Erdbeben gespürt, dort sei allerdings nichts kaputt gegangen. Auch ihre Privatwohnung in der kroatischen Hauptstadt habe die Katastrophe unbeschadet überstanden.

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