Halterner Sixtus-Pfarrei hält wieder Gottesdienste ab, aber anders

dzCorona-Pandemie

In der katholischen Pfarrei St. Sixtus finden ab dem 23. Mai wieder öffentliche Gottesdienste statt, allerdings nicht in allen Kirchen Halterns. Wer teilnehmen möchte, muss sich anmelden.

Haltern

, 16.05.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zehn Wochen lang blieb es wegen der Corona-Pandemie still in den Kirchen, ab dem 23. Mai halten Pfarrer Michael Ostholthoff und sein Seelsorge-Team statt der virtuellen wieder öffentliche Gottesdienste ab. Aber vieles ist anders als zuvor.

„Wir können nicht sofort in die Normalität zurückkehren“, sagt dazu Pfarrer Michael Ostholthoff., „denn Gottesdienste erfordern jetzt einen organisatorischen Mehraufwand.“ Dieser Mehraufwand besteht in der Umsetzung des Hygienekonzeptes. So werden für jeden Gottesdienst mehrere Ordner benötigt, die vorab genau eingewiesen werden müssen was Desinfektion, Sitzordnung oder das Verteilen von Schutzmasken betrifft. Deshalb finden die ersten Gottesdienste nur an wenigen Orten statt.

Eucharistiefeiern und Wortgottesdienste in vier Kirchen

Die erste Messe wird am 23. Mai (Samstag) in der Annaberg-Kirche gelesen. Dort haben Besucher auch die Möglichkeit, draußen auf den Bänken zu sitzen. Am Sonntag ist dort ebenfalls eine Eucharistiefeier und zwar um 8.30 Uhr. Eine zweite findet um 10 Uhr in der Sixtuskirche statt. Zu Wortgottesdiensten können sich Gemeindemitglieder um 11.30 Uhr in St. Joseph Sythen sowie um 18 Uhr in St. Laurentius versammeln.

„Mit dem 11.30 Uhr Gottesdienst sonntags wollen wir wöchentlich wechselnd die Gemeinden außerhalb der Innenstadt einladen“, erklärt Pfarrer Ostholthoff. Auf Sythen folgt Lippramsdorf. Die Form des Wortgottesdienstes soll den Gemeindemitgliedern die Wahl lassen, welche Art der Feier sie bevorzugen. Pfarrer Ostholthoff: „Vielleicht empfinden einige Gläubige die Eucharistie unter diesen Rahmenbedingungen noch als unpassend.“

Pfarrheime bleiben weiterhin geschlossen

Um besser überschauen zu können, mit welcher Anzahl an Mitfeiernden gerechnet werden kann, wird um eine Anmeldung zur Gottesdienstteilnahme am 23./24. Mai über das Pastoralbüro (18.-20. Mai und 22. Mai) gebeten. Dies soll auch verhindern, dass Menschen an der Kirchentür abgewiesen werden müssen. Andere Gemeinden haben mit diesem Verfahren bereits positive Erfahrungen gesammelt, so Michael Ostholthoff. Und weiter: „Sollten wir nach den ersten Durchgängen des liturgischen Programms eine positive Zwischenbilanz ziehen können, wird das Angebot kontinuierlich ausgeweitet.“

Die Pfarrheime der Pfarrei St. Sixtus bleiben noch bis mindestens zum 5. Juni geschlossen.

DIE PLATZVERTEILUNG IN DEN KIRCHEN

STRENGE HYGIENE-MASSNAHMEN UND ANMELDETERMINE

  • Die Pfarrgemeinde hat die Anzahl der Plätze benannt, die in der jeweiligen Kirche unter Einhaltung des Mindestabstandes zur Verfügung stehen: St. Sixtus 80, St. Marien 65, Annabergkirche 56 innen und 45 außen, Annabergkapelle 8, St. Antonius Lavesum 34, St. Joseph Sythen 62 (80 mit Bestuhlung), St. Lambertus Lippramsdorf 56, Heilig Kreuz Hamm-Bossendorf 15, St. Maria Magdalena Flaesheim 30, St. Andreas Hullern 34, St. Laurentius 48.
  • Da es Engpässe geben könnte, wird eine telefonische Anmeldung erbeten (Tel. 02364/9236-0). Im Pfarrbüro werden Teilnehmerlisten erstellt, die bei einem etwaigen Ausbruchsgeschehen den Behörden zugeleitet werden können.
  • Vor der Kirchentür werden die Gottesdienstbesucher von Haupt- bzw. Ehrenamtlichen begrüßt. Im Eingangsbereich müssen sich alle die Hände desinfizieren. Es wird auch darum gebeten, eine Schutzmaske zu tragen.
  • Türgriffe und Handläufe werden desinfiziert. Die Kirchen werden vor und nach den Gottesdiensten ausreichend gelüftet. In den Bankreihen sind die Plätze gekennzeichnet, Menschen einer Hausgemeinschaft müssen diesen Mindestabstand nicht einhalten.
  • Auf Gesang wird weitgehend verzichtet. Der Zelebrant desinfiziert sich vor der Gabenbereitung im Altarraum die Hände, ebenso vor der (schweigenden) Kommunionausteilung.
  • Kollekten werden am Ausgang eingesammelt. Nach dem Gottesdienst verlassen alle nach und nach den Kirchenraum.
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