Setzen sich für einen Rad- und Fußweg als Verlängerung der Papenbrückstraße entlang des Recklinghäuser Damms ein v.l.: Katrin Haverkamp, Martin Bendieck, Adalbert Hollerberg und Peter Norden. © Jürgen Wolter
Stever-Lippe-Passage

Halterner setzen sich für Radweg parallel zum Recklinghäuser Damm ein

Die Idee eines Fuß- und Radwegs entlang der Stever parallel zum Recklinghäuser Damm in Haltern ist nicht ganz neu. Jetzt setzt sich eine neue Bürgerinitiative für die Realisierung ein.

Sie finden, dass diese Idee Haltern voranbringen kann: Die Mitglieder einer neu gegründeten Bürgerinitiative setzen sich für einen Rad- und Fußweg parallel zum Recklinghäuser Damm ein. Er soll vom Ende der Papenbrückstraße bis zum Wasserwerksweg, entlang an Stever und Lippe, geführt werden.

„Dieser Weg könnte nicht nur unter Tourismusaspekten eine Aufwertung sein, vor allem würde er eine sicherere Radwegverbindung von Hamm-Bossendorf zur Halterner Innenstadt oder auch zum Stausee und zum Freizeitgelände am Aquarell schaffen“, sagt Martin Bendieck, einer der Sprecher der Initiative.

Verkehrsaufkommen wird sich erhöhen

Die rund 30 Mitglieder plädieren für einen etwa 400 Meter langen Wegeabschnitt, der Papenbrückstraße und Wasserwerkstraße verbinden könnte. Naturschutzaspekte sehen die Mitglieder bei der von ihnen vorgeschlagenen Trasse nicht berührt. „Es würde für Radfahrer und Fußgänger keine Konflikte mit dem Zuflussverkehr zu den Supermärkten entlang der alten Recklinghäuser Straße mehr geben. Dort wird sich das Verkehrsaufkommen durch den neuen Pendlerparkplatz südlich des Bahnhofs in Zukunft noch deutlich erhöhen“, sagt Martin Bendieck.

Er wohnt selbst In Hamm-Bossendorf und kennt die Probleme der Radweganbindung zur Innenstadt, die viele Bürger des Ortsteils seinerzeit auch im Ortsteil-Check der Haltener Zeitung schon angesprochen hatten. Insbesondere die Querungen der Recklinghäuser Straße (L 551) seien vor allem für Schüler oder Senioren nicht ungefährlich.

Brief an Bürgermeister und Ratsfraktionen

„In Summe wird die Stever-Lippe-Passage auch zu einer Imagesteigerung von Haltern am See als fahrrad- und fußgängerfreundliche Stadt in NRW führen und leistet einen Beitrag für die Mobilitätswende in Hinblick auf den Klimaschutz“, heißt es in dem Brief, den die Bürgerinitiative an Bürgermeister Andreas Stegemann, die Fraktionsvorsitzenden der Ratsfraktionen und den ADFC geschrieben hat.

Inzwischen gibt es viele positive Reaktionen, die Initiative ist auch auf Instagram www.instagram.com/stever_lippe_passage/ und Facebook www.facebook.com/radweg.slp vertreten. „Schon nach einem Tag hatten wir 100 Follower“, freut sich Mitglied Katrin Haverkamp.

Auch die Stadt Haltern begrüßt die Initiative. „Das Schreiben ist bei uns eingegangen und wird vom Bauamt positiv bewertet“, sagt dazu Stadtsprecher Thomas Gerlach. Er weist allerdings darauf hin, dass ein erster Versuch, diesen Weg zu realisieren, vor einigen Jahren gescheitert ist, weil es Naturschutzbedenken von Seiten des Lippeverbandes und der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises gegeben hat. „Auch der Hochwasserschutz spielte dabei eine Rolle“, so Gerlach.

Die Stadt will jetzt erneut das Gespräch mit dem Verband und der Behörde suchen, um auszuloten, ob es nicht doch eine Chance gibt, den Rad- und Fußweg zu bauen. „Über Finanzierungsmöglichkeiten und mögliche Förderungen müsste dann in einem zweiten Schritt nachgedacht werden“, so Thomas Gerlach.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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