Halterner produzieren 3.162.208 Kubikmeter Abwasser - das gehört nicht in die Toilette

Welttoilettentag

Zum Welttoilettentag gibt der Lippeverband Zahlen über die Menge des in Haltern gereinigten Abwassers bekannt. Er macht deutlich, was keinesfalls mit dem Wasser weggespült werden sollte.

Haltern

19.11.2019, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Halterner produzieren 3.162.208 Kubikmeter Abwasser - das gehört nicht in die Toilette

Die Kläranlage in Haltern: 3.039.913 Kubikmeter Abwasser wurden hier im vergangenen Jahr gereinigt. © Jessica Will

Im vergangenen Jahr wurden in den Kläranlagen des Lippeverbandes auf dem Stadtgebiet von Haltern 3.162.208 Kubikmeter Abwasser gereinigt - im Vorjahr waren es 3.708.526. Dabei wurden in der Kläranlage Haltern-West 3.039.913 Kubikmeter Abwasser (2017: 3.557.448), in der Kläranlage Haltern-Hullern 122.295 Kubikmeter (2017: 151.078) gereinigt. Anlässlich des Welttoilettentags am heutigen Dienstag (19. November) hatte der Lippeverband diese Zahlen veröffentlicht.

Medikamente gehören in den Restmüll

Der Lippeverband weist ausdrücklich darauf hin, was auf keinen Fall in der Toilette entsorgt werden darf. „Dazu gehören neben Hygieneartikeln unter anderem auch Altmedikamente“, heißt es. Die sogenannten Spurenstoffe könnten auch in modernen Kläranlagen nicht restlos herausgefiltert werden, sie belasteten daher die Gewässer und schädigten die Fauna in den Bächen und Flüssen.

In Essen führte die Emschergenossenschaft, die „Schwester“ des Lippeverbandes, daher die Sensibilisierungskampagne „Essen macht’s klar“ durch. Die Bevölkerung wurde dadurch darauf aufmerksam gemacht, dass nicht verbrauchte Medikamente in den regulären Hausmüll gehören. Er wird verbrannt, die Kläranlagen bleiben also verschont.

Die Kampagne „Essen macht’s klar“ gilt als Modellprojekt. Denkbar ist nach Angaben des Verbands, dass es später auch in Haltern durchgeführt wird.

Welttoilettentag erstmals 2001 ausgerufen

Der Welttoilettentag wurde erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Von den Vereinten Nationen wird der Vorschlag, den 19. November zum regelmäßigen Jahrestag zu machen, mitgetragen.

Der Lippeverband

Die Aufgaben des Lippeverbands sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Verbesserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zur Zeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren. www.eglv.de
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