Halterner Pfarrei St. Sixtus wird Co-Gesellschafter des Klara-Hospizes

dzKlara-Hospiz

In Marl wird ein stationäres Hospiz mit zehn Plätzen entstehen. Das Bistum Münster erteilte jetzt der Pfarrei St. Sixtus die Genehmigung, sich dort als Gesellschafter zu engagieren.

Haltern

, 05.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Menschen angesichts unheilbarer Krankheiten die bestmögliche Lebensqualität zu erhalten, ihnen zu ermöglichen, frei von Schmerz und Angst ihre letzte Lebensphase zu erleben und weiterhin ihre sozialen Kontakte pflegen zu können: Das ist das Ziel des stationären Klara-Hospizes, das in der Nachbarstadt Marl entstehen wird. Die Halterner Pfarrei St. Sixtus unterstützt jetzt dieses Vorhaben.

Das Hospizprojekt in Marl ruht auf drei Säulen: einem Förderverein, einer gemeinnützigen Trägergesellschaft und einer Stiftung. „Wir haben uns mit einer geringfügigen Einlage an der Trägergesellschaft beteiligt“, sagt Pfarrer Michael Ostholthoff von St. Sixtus in Haltern. Sein Amtsbruder Pfarrer Ulrich Müller von der Pfarrei St. Franziskus in Marl, zugleich Initiator und zweiter Vorsitzender des Klara-Fördervereins, hatte ihn überzeugt, dass ein Engagement auch in Haltern empfehlenswert ist. Das Klara-Hospiz würde auch Gäste (dort wird nicht von Patienten gesprochen) aus Haltern aufnehmen. „In den vergangenen Monaten haben sich die Gremien unserer Pfarrei weiter mit dem Thema beschäftigt und beschlossen, das Vorhaben zu unterstützen“, sagt Michael Ostholthoff.

Das Klara-Hospiz in Haltern bekannter machen

Der Bedarf an stationären Hospizplätzen ist groß. In Haltern, so Ostholthoff, sei es in absehbarer Zeit nicht zu realisieren, eine solche Einrichtung zu schaffen. „Das haben auch Gespräche mit der Halterner Caritas bestätigt“, sagt Michael Ostholthoff. „Unser finanzielles Engagement bei Klara ist dabei zweitrangig, vor allem wollen wir dazu beitragen, das Projekt in Haltern bekannter zu machen und in alle Gruppen in den Gemeinden hineinzutragen.“

Pfarrer Michael Ostholthoff und die Pfarrei St. Sixtus unterstützen das Hospizprojekt.

Pfarrer Michael Ostholthoff und die Pfarrei St. Sixtus unterstützen das Hospizprojekt. © Lukas Wittland

Der Finanzbedarf für das Hospiz ist hoch. Die Baumaßnahme wird inklusive der Inneneinrichtung, die sich an den speziellen Bedürfnissen der Gäste orientiert und die neusten Anforderungen und Erkenntnisse der Palliativ- und Hospizversorgung berücksichtigt, rund 3 Millionen Euro kosten und sich ausschließlich aus Spenden und Zuwendungen finanzieren. Als verantwortlicher Architekt konnte Werner Garbrecht gewonnen werden, der über langjährige Erfahrung in der Planung und Umsetzung im Bau stationärer Versorgungseinrichtungen im Gesundheitswesen verfügt.

Weitere Spenden werden benötigt

Über eine Million Euro ist inzwischen an Spenden zusammengekommen. Weitere Spenden werden aber dringend benötigt, auch für die spätere Unterhaltung der Einrichtung. „Wir sehen unsere Aufgabe deshalb auch darin, spendenwillige Menschen über das Vorhaben zu informieren“, sagt Michael Ostholthoff. „Die Pfarrei St. Sixtus unterstützt das Vorhaben des stationären Klara-Hospizes in Marl.“

Das Klara-Hospiz soll eine offene Einrichtung im Stadtteil werden.

Das Klara-Hospiz soll eine offene Einrichtung im Stadtteil werden. © Klara-Hospiz-Förderverein

Inzwischen hat der Marler Bürgermeister Werner Arndt der gemeinnützigen Trägergesellschaft die Baugenehmigung für den Hospizneubau überreicht. Das Klara-Hospiz wird in direkter Nachbarschaft der Paracelsusklinik in Marl mit einer Grundfläche von 1148 Quadratmetern errichtet.

Hospiz soll ein offenes Haus der Begegnung werden

Das Gebäude wird hell und offen gestaltet und soll ein Haus der Begegnung werden. Im Klara-Hospiz soll ein regelmäßiger Austausch zwischen Gästen, Angehörigen und den Bürgern erfolgen. Es soll deshalb auch als Ort des öffentlichen Lebens im Zentrum von Marl sichtbar werden. Die Einrichtung will die Gäste an einem würdigen, lebenswerten Leben in der Mitte der Gesellschaft teilhaben lassen, solange dies möglich ist.

„Ohne die breite Unterstützung vieler Menschen wäre dieses Projekt nicht möglich. Der Förderverein Klara-Hospiz hat bereits über 1000 Mitglieder, die für das Spendenaufkommen mit verantwortlich sind“, betont Dr. Ulrike Bertlich, die Vorsitzende des Fördervereins. „Wir brauchen weitere großzügige Unterstützung.“ Umfassende Informationen zum geplanten Klara-Hospiz finden sich unter klara-hospiz.de.

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