Halterner Paar bangte auf Bali um den Rückflug nach Deutschland

dzCoronavirus und Reisen

Der Halterner Rechtsanwalt Marcus Mänz verbrachte mit seiner Partnerin einen Traumurlaub in Asien - bis das Coronavirus für trübe Stimmung sorgte.

Haltern

, 04.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Traumurlaub, den sich Marcus Mänz zum 40. Geburtstag mit seiner Partnerin Maresa Wölk gegönnt hat, wird er so schnell nicht vergessen. Das Paar wurde gegen Ende seiner dreiwöchigen Reise durch Asien mit Zwischenstopps in Singapur und Bangkok von der Ausbreitung des Coronavirus überrascht.

Die wunderschönen Eindrücken von der fremden Kultur wurden bald von besorgniserregenden Nachrichten überlagert. „Das hatten wir zu Beginn des Urlaubs überhaupt nicht auf dem Schirm“, sagt der Halterner Rechtsanwalt in der Rückschau. Bange Tage vergingen, bis endlich ein Rückflug nach Deutschland gesichert war.

Von Bali aus ging es erst einmal nicht weiter

Zunächst „strandeten“ die beiden Urlauber in Bali, wo sie durch den Kontakt zu anderen deutschen Touristen Unterkunft in einem kleinen Hotel fanden. Ein überteuertes Angebot für einen Heimflug lehnte Marcus Mänz ab. Ständig hatte er die Flugpläne im Blick und bemühte sich auch darum, über die Initiative des Auswärtigen Amtes zurück in die Heimat zu gelangen.

Marcus Mänz wurde von der Coronakrise im Asienurlaub überrascht.

Marcus Mänz wurde von der Coronakrise im Asienurlaub überrascht. © privat

„Wir waren unter steter Anspannung“, beschreibt er die Lage. So sei der Erholungseffekt der Reise schnell aufgezehrt gewesen. Die Lufthansa als zuständige Fluggesellschaft sei nicht erreichbar gewesen. Das ärgert ihn noch immer: „Sie haben uns in der Luft hängen lassen.“

Um einen erforderlichen Gesundheitsnachweis für den Rückflug zu erbringen, mussten Marcus Mänz und seine Freundin vier Stunden mit vielen anderen Menschen in einem Krankenhaus auf eine Untersuchung warten. Schließlich ergatterte das Paar drei Tage später als geplant einen Flug nach Frankfurt und ist nun heilfroh, wieder in der Heimat zu sein. „Wenn es mich erwischt, dann lieber hier als auf Bali“, erklärt er.

Betroffenen in einer ähnlichen Situation rät der Jurist, nicht auf das Engagement der Fluggesellschaft zu zählen, bei der man gebucht hat. Besser sei es, sich selbst um eine Lösung zu kümmern. Die Chancen dafür, einen Ausgleich für ausgebliebene Leistungen einzufordern, ständen später nicht schlecht.

Marcus Mänz arbeitet im Homeoffice

Marcus Mänz befindet sich gerade in freiwilliger Quarantäne und arbeitet für die Kanzlei Schwieren & Partner in Haltern im Homeoffice. Dabei stehe aber nicht fest, ob er eine Gefahr für die Infizierung seiner Kollegen darstelle oder umgekehrt, lacht er.

Auf seine Reiseabenteuer wurde sogar das TV aufmerksam. Die Sendung Terra Xpress berichtete in ihrer Ausgabe vom 29. März (Sonntag) über gestrandete Urlauber, die wegen der Coronavirus-Pandemie Schwierigkeiten hatten, nach Deutschland zu gelangen. Marcus Mänz steuerte einige Video-Einspieler und eigene Erfahrungen bei.

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