Das Personal ist bereit, die Hygienemaßnahmen sind erprobt: Die Halterner Jugendherberge unter Leitung von Michael Falkenreck steht für eine Sondernutzung in der Coronapandemie zur Verfügung. © Jürgen Wolter
Corona-Pandemie

Halterner Jugendherberge bietet Sondernutzung in der Coronazeit an

Die Jugendherberge in Haltern ist noch bis März geschlossen - zumindest für Touristen. Sie bietet nun Land und Kommune eine Sondernutzung an, zum Beispiel für Schulen und Behörden.

Der Lockdown-Light und damit das Verbot von touristischen Übernachtungen hat die Jugendherbergen vorerst stillgelegt. Auch die Halterner Jugendherberge bleibt bis März 2021 für Gäste geschlossen. Jetzt bieten die 25 Häuser des Deutschen Jugendherbergsverband in Westfalen-Lippe ihre Räume dem Land oder den Kommunen zur Sondernutzung an – damit kommt auch der Halterner Standort in Frage.

Als Impfzentrun, als Quarantäne-Station, zur Unterbringung von Geflüchteten oder als zusätzliche Räume für Schulen oder Behörden – „Wir sind für alles offen“, sagt Michael Falkenreck, der die Jugendherberge in Haltern leitet. Noch habe es allerdings keine konkrete Anfrage für die Halterner Räume gegeben.

Soldaten oder Geflüchtete bereits in anderen Jugendherbergen

In Bielefeld, Tecklenburg und am Biggesee werden Jugendherbergen bereits als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. In der Jugendherberge am Möhnesee wohnen zurzeit Soldaten, die in den Gesundheitsämtern helfen. Damit hätten die Jugendherbergen sowohl erprobte Hygienekonzepte als auch umfangreiche Ausrüstung für verschiedene Zwecke und geschulte Mitarbeiter, erklärt Guido Kaltenbach, der Geschäftsführer der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe.

„Beitrag zur Bewältigung der Pandemie“

„Als gemeinnütziger Verband ist es für uns selbstverständlich, einen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie zu leisten“, sagt Kaltenbach. Gleichzeitig könnten Einnahmen aus Sondernutzungen durch das Land oder Kommunen den Jugendherbergen helfen, die wirtschaftlichen Verluste durch die Corona-Pandemie zumindest etwas abzufedern.

Auch Michael Falkenreck möchte sein Personal, das nun in Kurzarbeit ist, durch eine Sondernutzung gerne wieder in den Betrieb einbringen. „Die Kurzarbeit ist eine große Belastung, da man gerade überhaupt nicht weiß, wie es weitergeht.“

Momentan sind nur wenige Mitarbeiter für regelmäßige Rundgänge an der Jugendherberge vor Ort. Sie halten alles sauber und sorgen für Ordnung, sodass die Räume direkt zur Nutzung bereit stehen würden. Dennoch hofft Falkenreck, dass das eine Übergangslösung wird und im März wieder Schulklassen für Ausflüge nach Haltern kommen, damit die Jugendherberge ihren Normalbetrieb dann aufnehmen kann.

Über die Autorin
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Ich studiere Journalistik und Politikwissenschaft an der Technischen Universität Dortmund, komme aber immer wieder gerne zurück nach Haltern am See. Zum Beispiel, um dort für die Lokalredaktion Haltern unterwegs zu sein und so meine Heimatstadt und ihre Menschen jedes Mal noch ein bisschen besser kennenzulernen.
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Pia Stenner

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