Halterner Feuerwehr löschte letzte Glutnester in Lavesum und Flaesheim

dzWaldbrände Haltern

Die Halterner Feuerwehr hat die beiden Waldbrände in Flaesheim und Lavesum erfolgreich gelöscht. Einige Glutnester waren am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag noch aufgetreten.

Lavesum, Flaesheim

, 04.06.2020, 14:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach den Bränden in Waldgebieten in Flaesheim und Lavesum kann die Feuerwehr in Haltern jetzt weitgehend Entwarnung geben. Wie der Leiter der Feuerwehr, Werner Schulte, am Donnerstag erklärte, hatten die Kollegen aus Lavesum in der Nacht zum heutigen Donnerstag alle zwei Stunden den Brandort im Lavesumer Naturschutzgebiet zwischen Autobahn 43 und Merfelder Straße untersucht.

Auch Atemschutzgeräte kamen bei dem Feuer im Torf bei Lavesum zum Einsatz.

Auch Atemschutzgeräte kamen bei dem Feuer im Torf zum Einsatz. © Ingrid Wielens

Dort war hauptsächlich ein Torfgebiet in Brand geraten. „Es wurde kontrolliert, ob sich möglicherweise neue Glutnester gebildet haben“, erklärte Schulte.

Letzter Löscheinsatz um 3 Uhr in der Nacht

Tatsächlich wurden die Feuerwehrleute auch um 3 Uhr noch einmal fündig und löschten einige Glutnester an jungen Fichten. Die Merfelder Straße ist inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben.

Aktuell liegen die Löschschläuche der Feuerwehr noch in dem Waldgebiet. „So können wir jederzeit auch kurzfristig eingreifen“, meinte Werner Schulte. Am Donnerstag werde über die weitere Vorgehensweise in Lavesum beraten. Unklar war beispielsweise zunächst noch, ob weitere Brandwachen erforderlich sind.

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Auch der Regionalverband Ruhr (RVR), dem die von dem Feuer betroffene Fläche inmitten eines 15 Hektar großen Waldgebiets gehört, behält die Lage weiter im Blick. Michael Reidemeister, Revierleiter des Forststützpunkts Hohe Mark, zog eine erste Schadensbilanz. Zunächst sei davon ausgegangen worden, dass eine etwa drei Hektar große Torffläche von dem Feuer zerstört worden sei. Vollkommen verbrannt aber sei das Gebiet lediglich auf einer Fläche von bis zu einem Hektar.

Großes Lob an die Feuerwehr

Reidemeister lobte die Arbeit der Feuerwehr. Alle Löschzüge hätten großartig zusammengearbeitet: „Das war sehr gut abgesprochen.“ Zusammen mit dem Einsatz eines Forstmulchers, der eine Schneise in den Wald gezogen und so das Feuer ausgebremst hatte, habe man Schlimmeres verhindern können.

Aus der Luft und von der Drehleiter aus grenzte die Feuerwehr Dülmen den Brandort zunehmend ein.

Aus der Luft und von der Drehleiter aus grenzte die Feuerwehr Dülmen den Brandort zunehmend ein. © Feuerwehr Dülmen

In Flaesheim, wo am Morgen auf einer Fläche von 400 Quadratmetern in der Haard das Unterholz und zum Teil auch Bäume brannten, hat sich die Lage ebenfalls entspannt. Zwar konnten am Mittwochabend bei einer Kontrolle mit Wärmebildkameras noch mehrere Glutnester ausfindig gemacht werden.

Diese waren aber schnell gelöscht. Auch in Flaesheim bleibt das Einsatzmaterial der Feuerwehr heute noch liegen. Am Abend soll es eine letzte Kontrolle geben.

Hoffen auf ausgedehnte Regenphase

Die Brandursachen in beiden Fällen ist nach wie vor unklar. Aufgrund der extremen Trockenheit herrscht in Haltern allerdings hohe Waldbrandgefahr. Die Feuerwehr hofft nun auf einen ausgedehnten Landregen.

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