Dr. Hannes Müller, Apotheker in der Römer Apotheke, gehört zu den Freiwilligen, die in den Impfzentren aushelfen wollen. © Patrick Radtke
Coronavirus

Halterner Apotheker wollen im Impfzentrum des Kreises mithelfen

Anfang Februar sollen in NRW 53 Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen. Dort werden auch Apotheker und PTA‘s gebraucht. In Haltern gibt es schon Freiwillige.

Mehr als 3.000 Apothekerinnen und über 2.000 Pharmazeutisch Technische Assistenten (PTA), stehen schon heute in Nordrhein-Westfalen bereit, um in den Impfzenten des Landes mitzuhelfen. „Tendenz stark steigend“, melden die Apothekerkammern Westfalen-Lippe und Nordrhein in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Halterner Apotheker wollen helfen

Apotheker und PTA’s konnten sich inzwischen freiwillig melden, um zu helfen. Einer von ihnen ist in Haltern Dr. Hannes Müller, Apotheker in der Römer-Apotheke. „Insgesamt haben sich aus unserem Team der Römer- und Bärenapotheke vier Mitarbeiter gemeldet, die zur Verfügung stehen“, sagt er. Für Müller war es eine Selbstverständlichkeit. „Ich kann nicht immer dabei sein, aber zu Zeiten, in denen ich nicht in der Apotheke sein muss, stehe ich gern zur Verfügung“, sagt er. Ihr Einsatzort wäre das Impfzentrum des Kreises in Recklinghausen.

Die Impfstoffe für die Impfung vorzubereiten, das wird ihre Hauptaufgabe sein. „Das pharmazeutische Personal wird die Impfung mit den neu entwickelten Impfstoffen überhaupt erst möglich machen“, so die Apothekerkammern.

Bei minus 70 Grad wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer geliefert, bei Raumtemperatur muss er dann unter keimarmen Bedingungen mit einer genauen Dosis Kochsalzlösung gemischt werden – aber vorsichtig: „Wird der Impfstoff in diesem Zustand einmal geschüttelt, muss er verworfen werden“, erklären die beiden Chef-Koordinatoren für die pharmazeutischen Tätigkeiten in den nordrhein-westfälischen Impfzentren, Dr. Stefan Derix (Geschäftsführer Apothekerkammer Nordrhein) und Dr. Andreas Walter, Hauptgeschäftsführer der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

Impfstoffvorbereitung ist sehr komplex

Aufbereitet oder gar auf Spritzen aufgezogen ist der Impfstoff nicht transportabel. „Man kann ihn zwar unter Einhaltung bestimmter Vorsichtsmaßnahmen noch händisch in den nächsten Raum tragen, aber ein Transport zum Beispiel zum Patienten nach Hause ist nicht möglich.“ Die komplexen Bedingungen erfordern Konzentration und Ausdauer: „Die Rekonstitution des Impfstoffs ist eine pharmazeutische Kernaufgabe.

Dafür haben Apotheker Pharmazie studiert, dafür haben PTA ihre pharmazeutische Ausbildung absolviert“, so die Koordinatoren.

Damit vor Ort auch alles reibungslos klappt und alle Fragen im Vorfeld beantwortet werden können, haben die beiden Apothekerkammern in NRW gemeinsam digitale Fortbildungsangebote geschaffen: Bei vier Terminen wurden bislang 4.000 Apothekerinnen und PTA in der Impfstoff-Aufbereitung geschult – weitere vier Veranstaltungen mit je 1.000 Teilnehmerinnen folgen und sind teilweise schon jetzt ausgebucht.

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Redaktion Haltern
Studium der Germanistik, Publizistik und Philosophie an der Ruhr Universität Bochum. Freie Autorentätigkeit für Buchverlage. Freier Journalist im nördlichen Ruhrgebiet für mehrere Zeitungshäuser. „Menschen und ihre Geschichten faszinieren mich nach wie vor. Sie aufzuschreiben und öffentlich zugänglich zu machen, ist und bleibt meine Leidenschaft.“
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