Geflügelpest: Lieber etwas zu vorsichtig handeln als hinterher ärgern

Die Geflügelpest hat NRW erreicht. Erste Vorsichtsmaßnahmen wurden schon getroffen, auch in Haltern. Dass nun so schnell gehandelt wurde, ist die einzig richtige Entscheidung. Ein Kommentar.
Geflügelhalter in NRW mussten nun Vorsichtsmaßnahmen treffen, da die Geflügelpest das Land NRW erreicht hat. © dpa

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, auch Friedrich-Löffler-Institut genannt, hält die Gefahr für Geflügel derzeit für hoch, auch durch den Frühjahrsvogelzug. Erste Vorsichtsmaßnahmen wurden getroffen – auch in Haltern. Für Panik sollte das natürlich noch längst nicht sorgen. Dennoch hat die Corona-Pandemie gezeigt: Lieber frühzeitig und entschieden handeln, statt sich später zu ärgern.

Hinterher ist man immer schlauer. Immer wieder werden derzeit von verschiedenen Seiten Stimmen laut, die die Corona-Politik der Bundesregierung kritisieren – oft für vergangene Entscheidungen, die sich im Nachhinein nicht unbedingt als die besten herausgestellt haben.

Daher ist es nun im Falle der Geflügelpest, wenngleich sie natürlich nicht mit dem Coronavirus vergleichbar ist, gut, dass nun direkt, schnell und konsequent gehandelt wird.

Geflügelhalter in NRW dürfen ihre Hühner nun erst mal nicht aus dem Stall lassen. Damit soll eine Verbreitung des Virus verhindert werden. Sollten die Hühner mehr als sechs Wochen in ihren Ställen bleiben müssen, dürfen ihre Halter ihre Eier allerdings nicht mehr als Freilandeier verkaufen.

Das wäre nicht ideal, aber letztendlich wäre auch das besser, als eine weitere Verbreitung der Geflügelpest zu riskieren. Die Sterberate bei Hühnern und Puten bei einer Erkrankung ist so hoch, dass eine Infektion in einer Hühnerherde schnell den Verlust der gesamten Herde zur Folge haben könnte.

Dorsten am Abend

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