Für die Bahn ist Laminieren Betrug

24.10.2007, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Haltern Als Pia Rieger vergangenen Montag auf der Rückfahrt von Münster nach Haltern dem Bahnbeamten ihren Fahrausweis in Form des Semestertickets vorwies, erwartete sie eine böse Überraschung: Der Fahrausweis wurde eingezogen und der Beamte forderte ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro ein.

Pia Rieger, die ein Zweitstudium in Münster absolviert, fiel aus allen Wolken. Sie ist daran gewöhnt, die Strecke mit der Bahn zurückzulegen, und hat dieses Ticket, das in Verbindung mit dem Studentenausweis gilt, in diesem Semester bereits mehrfach vorgezeigt. "Der Bahnbeamte", so Pia Rieger, "warf mit vor, dass das Ticket gefälscht sein könnte." Ausschlaggebend dafür war die Tatsache, dass die Studentin ihr Fahrticket laminiert, also eingeschweißt, hatte: "Viele Studenten machen das so, und das Ticket muss ja auch ein ganzes Semester halten."

Das allerdings, so Peter Grundmann von der Pressestelle der Bahn AG, sei nicht erlaubt. Darauf werde auch ausdrücklich in den Nutzungsbedingungen für das Semesterticket hingewiesen: "Das Laminieren ist expressis verbis unzulässig." Da das Semesterticket auf dem Studentenausweis angebracht ist, sei beides, so Grundmann, zu Recht eingezogen worden. Grundmann weiter: "Es bleibt der Studentin dann nur die Möglichkeit, sich die Ausweise neu zu beschaffen und diese nicht laminiert in einer Klarsichthülle aufzubewahren."

Dies allerdings hätte Pia Rieger gern vermieden, da die Neuausstellung des Tickets mit Kosten verbunden ist. hei

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