Fünf Halterner machen Zivildienst im Ausland

HALTERN In die große weite Welt ziehen nach ihrem Abitur fünf junge Männer, um dort ihren Zivildienst – etwas anders – zu leisten.

von Von Elke Rüdiger

, 23.07.2008, 15:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ja, wohin geht es denn nun? Sie haben das Abi in der Tasche und verlassen Haltern für ein Jahr (v.l.): Matheus Tomczak, Markus Müther, Niklas Schenk, Max Bach und Andreas Schämann absolvieren ihren Zivildienst in Rumänien, Australien, Neuseeland, Peru und Bolivien.

Ja, wohin geht es denn nun? Sie haben das Abi in der Tasche und verlassen Haltern für ein Jahr (v.l.): Matheus Tomczak, Markus Müther, Niklas Schenk, Max Bach und Andreas Schämann absolvieren ihren Zivildienst in Rumänien, Australien, Neuseeland, Peru und Bolivien.

Der Abschied falle ihnen nicht nur leicht. Anfangs waren sie gespannt, hatten sogar „etwas Schiss“, wie Niklas es formuliert. Dann lernten sie andere Zivis und Volontäre bei Vorbereitungsseminaren kennen, erfuhren ein wenig mehr über „ihre“ Projekte, in denen sie tätig sein werden. Bei denen das Quintett jeder an seinem Ort seine Selbstständigkeit, seine Spontaneität, Kreativität beweisen muss. Jeden Tag aufs Neue Verantwortungsgefühl zeigen muss – Verantwortung übernehmen für andere.

Sie wissen noch nicht genau, was sie später, nach dem Ersatzdienst, machen wollen. Außer Markus, der Architektur studieren möchte, und Niklas, dem Sportjournalist vorschwebt. Dafür war Max, Matheus und Markus sehr früh klar, dass sie ihren Zivildienst ins Ausland verlegen wollten. 

Während Max sich bewusst für ein Arco Iris-Projekt in Bolivien bewarb, wollten Niklas und Markus keinen Einsatz in einem Entwicklungsland. Was aber allen wichtig war: etwas mit und für Kinder und Jugendliche zu tun. Zufrieden sind alle mit ihren Einsatzorten, auch wenn Andreas und Max nun Spanisch und Matheus Rumänisch büffeln müssen. Aber sie sind sicher: Was sie hier aus Büchern nicht lernen können, lernen sie vor Ort.

Langeweile kommt bei keinem der fünf Zivis auf. Arbeit und Freizeit vermischen sich: Sie beschäftigen sich nicht nur mit ihren Schützlingen in deren Freizeit, sie geben Englischunterricht, reparieren Wasserhähne (wenn’s welche gibt), erklären, warum man den Regenwald nicht abholzen sollte. Also, macht’s gut, oder wie man in Peru sagt: „Que les vaya bien!“ 

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