Förderer der Kultur: Regierungspräsidentin ehrt Horstfried Masthoff

dzBundesverdienstkreuz am Bande

Regierungspräsidentin Dorothee Feller überreichte Dr. Horstfried Masthoff für dessen herausragendes kulturelles Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. „Sie sind ein Vorbild!“

Haltern

, 02.07.2020, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh Dr. Horstfried Masthoff aus Haltern das Bundesverdienstkreuz am Bande. In einer Feierstunde im Lambertizimmer des Von-Vincke-Hauses direkt neben dem Münsteraner Dom überreichte Regierungspräsidentin Dorothee Feller am 1. Juli stellvertretend für den Bundespräsidenten diese besondere Auszeichnung.

„Ich freue mich, Ihnen heute das Bundesverdienstkreuz am Bande überreichen zu dürfen. Ihr Engagement im kulturellen Bereich ist beachtlich und verdient Anerkennung. Die Stadt Haltern am See kann stolz auf Sie sein. Sie sind ein Vorbild für andere“, sagte Dorothee Feller beim feierlichen Termin in Münster. Wegen der Corona-Pandemie waren neben Ehefrau Eva nur zehn Personen zugegen, darunter Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel und Freunde des Geehrten.

Dr. Horstfried Masthoff applaudiert seiner Ehefrau Eva, weil sie ihm bei der Stiftungsarbeit engagiert zur Seite steht.

Dr. Horstfried Masthoff applaudiert seiner Ehefrau Eva, weil sie ihm bei der Stiftungsarbeit engagiert zur Seite steht. © Foto:Elisabeth Schrief

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Eva gründe Dr. Horstfried Masthoff 2001 die „Kulturstiftung Masthoff“ zur Förderung von Kunst und Kultur in Haltern am See. 173 Projekte sind bislang von dieser Stiftung ausgegangen. Eines der ersten Projekte war die Bronzeskulptur „Der gescheiterte Varus“, die als Dauerleihgabe ihren vielbeachteten Platz im Kardinal-von-Galen-Park gefunden hat. 2003 fand das erste von bis heute 63 Konzerten der Reihe „Musik im Römer(museum)“ statt, bei der junge Meister in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung der westfälischen Kulturarbeit und des Museums eine besondere Bühne erhalten.

Ein Herzensanliegen ist die Förderung des Drüppel-Theaters

„Vergleichbare Erfolge für das kulturelle Image der Stadt leisten die ebenfalls von der Kulturstiftung Masthoff seit 2007 getragenen und organisierten Sythener Gitarrentage“, fuhr Dorothee Feller in ihrer Aufzählung fort. 48 Konzerte mit nahmhaften Künstler machten diese Reihe weit über die Stadtgrenzen bekannt. 28 Lesungen im Rahmen der Veranstaltung „Literatur im Spieker“ sowie 34 Einzelprojekte wurden von der Stiftung organisiert beziehungsweise bedacht.

Jetzt lesen

Darüber hinaus hat Dr. Horstfried Masthoff den Verein „Lea Drüppel-Theater“ seit der Gründungsphase im Frühjahr 2017 ideell und finanziell unterstützt. Das Lea Drüppel-Theater ist im Gedenken an Lea Drüppel gegründet worden, die bei der Germanwings-Flugzeugkatastrophe 2015 ums Leben kam. Masthoff sprach der Mutter Anne Drüppel und ihren Mitstreitern immer wieder Mut zu, die Idee eines Theaters für junge Menschen zu realisieren. Neben finanzieller Unterstützung beim Umbau des alten Kinos in ein Theater sorgte Masthoff dafür, dass das Theater in ein überregionales Netzwerk eingebunden wurde, um dessen Fortbestehen zu sichern.

„Ein hoher Qualitätsanspruch zeichnet die Stiftung aus“

Dorothee Feller würdigte diese ehrenamtliche Stiftungsarbeit und weiteres Engagement in anderen Vereinen: „Dr. Masthoff gilt als großzügig, engagiert und integer. Begeisterung für die Kultur, organisatorisches Talent, Beharrlichkeit und der feste Wille, mit den Mitteln seiner privaten Stiftung für seine Heimatstadt Gutes zu bewirken sowie ein hoher Qualitätsanspruch zeichnen ihn aus.“

Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel kam extra nach Münster, um Dr. Horstfried Masthoff die Glückwünsche der Stadt Haltern zu übermitteln.

Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel kam extra nach Münster, um Dr. Horstfried Masthoff die Glückwünsche der Stadt Haltern zu übermitteln. © Elisabeth Schrief

Die Glückwünsche der Stadt übermittelte Bürgermeister Bodo Klimpel. Er sagte in Münster, Horstfried Masthoff habe mit seiner Ehefrau Eva viel Gutes in Haltern bewirkt. Er beweise durch seine stete Hilfsbereitschaft im kulturellen Bereich, dass ihm seine Heimatstadt sehr am Herzen liege. „Für dieses segensreiche Wirken bedanke ich mich herzlich.“

Dr. Horstfried Masthoff gab sich indessen sehr bescheiden. Er sei von der Verleihung sehr überrascht gewesen. Er habe bei seiner ehrenamtlichen Arbeit nie auf einen Orden spekuliert. Kunst sei schön und mache einfach viel Freude. „Für diese Freude nun belohnt zu werden, ist natürlich eine besondere Freude.“

Verdienstorden wurde 1951 gestiftet

Verleihung für besondere Verdienste


Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland wurde am 7. September 1951 durch den damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss per Erlass gestiftet. In dem Erlass über die Stiftung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland heißt es unter anderem: „In dem Wunsche, verdienten Männern und Frauen des deutschen Volkes und des Auslandes Anerkennung und Dank sichtbar zum Ausdruck zu bringen, stifte ich am 2. Jahrestag der Bundesrepublik Deutschland den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.“ Ein Orden wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet in neun Stufen verliehen. Jeder kann die Auszeichnung eines Anderen anregen. Dazu wendet er sich an die Staatskanzlei des Landes, in dem der Vorgeschlagene seinen Wohnsitz hat. Die Ablehnungsquote lag in NRW im Durchschnitt bei 42,1 Prozent.
Lesen Sie jetzt