Flagge gehisst: Bürgermeister fordert eine Welt ohne Atomwaffen

Bundesweite Aktion

Bürgermeister Bodo Klimpel hat sich für eine Welt ohne Atomwaffen stark gemacht. Das Hissen der Friedensflagge war Teil einer bundesweiten Aktion.

Haltern

08.07.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bürgermeister Bodo Klimpel hat am Mittwoch eine Friedensflagge vor dem Rathaus gehisst.

Bürgermeister Bodo Klimpel hat am Mittwoch eine Friedensflagge vor dem Rathaus gehisst. © Stadt Haltern

Die Flagge des weltweiten Bündnisses „Mayors for Peace“ hat Bürgermeister Bodo Klimpel am Mittwoch (8. Juli) vor dem Rathaus gehisst. Sie symbolisiert den Einsatz für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Mit der Aktion setzt sich das Netzwerk „Bürgermeister für den Frieden“ für die Verlängerung des New-Start-Vertrages ein. Das von den USA und Russland unterzeichnete Abkommen trat 2011 in Kraft. Es ist die letzte noch gültige Vereinbarung zur Begrenzung von Atomwaffen. Der Vertrag läuft im Februar 2021 aus.

„Hoffnung auf eine Welt ohne Atomwaffen hat sich nicht erfüllt“

Neben der Forderung nach einer Verlängerung des New-Start-Vertrages appellieren die Mayors for Peace an die Atommächte, den Atomwaffenverbotsvertrag von 2017 zu unterzeichnen. Dazu sagt Bodo Klimpel für die Stadt Haltern am See, die seit März 2018 Mitglied in dieser Vereinigung ist: „75 Jahre nach den Abwürfen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki hat sich die Hoffnung der Überlebenden nach einer Welt ohne Kernwaffen immer noch nicht erfüllt. Wir fordern die Atommächte auf, ernsthafte Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen zu führen und dem 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag endlich beizutreten.“

Mehr als 300 Bürgermeister nehmen an der Aktion teil

Der Flaggentag der Mayors for Peace erinnert an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen), das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Das Gutachten stellte fest, dass die Gefahr durch oder die Verwendung von Nuklearwaffen im allgemeinen dem Völkerrecht widersprechen. Mittlerweile nehmen mehr als 300 Städte an der deutschlandweiten Aktion der Bürgermeister für den Frieden teil.

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