Evangelische Gemeinde Haltern: Strenge Regeln für Gottesdienste

dzAb 24. Mai

Die evangelische Kirchengemeinde lädt ab dem 24. Mai wieder zu öffentlichen Gottesdiensten ein. Wie überall gelten strenge Hygiene-Regeln. Außerdem bittet das Presbyterium um Pünktlichkeit.

Haltern

, 17.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die evangelische Kirchengemeinde öffnet die Erlöserkirche und die Gemeindezentren wieder für öffentliche Gottesdienste. Dafür hat das Presbyterium Schutzmaßnahmen festgelegt, die auf dem Konzept der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Robert-Koch-Instituts basieren.

„Das Presbyterium ist sich in der Zeit der Gefährdung seiner besonderen Verantwortung für den Schutz des Lebens und der ‚Nächsten‘ bewusst“, heißt es in einer Erklärung des Presbyteriums, unterzeichnet von der Vorsitzenden Pfarrerin Merle Vokkert. Ziel der Schutzmaßnahmen sei es, Infektionsrisiken zu minimieren, damit Gottesdienste nicht zu Infektionsherden werden. Erkrankten und gefährdeten Besuchern wird die Teilnahme nicht empfohlen. Sie werden gebeten, auf Gottesdienste im Internet oder im Fernsehen auszuweichen.

Auftakt in der Erlöserkirche und in Lippramsdorf

Die ersten beiden Gottesdienste finden am 24. Mai (Sonntag) um 10 Uhr in der Erlöserkirche mit Pfarrer Klaus Manthey (und ab dann jeden Sonntag) sowie um 10 Uhr im Gemeindezentrum Lippramsdorf mit Pfarrer Günter Johnsdorf statt. Flaesheim und Sythen folgen am 7. Juni. Am Pfingstsonntag ist ausschließlich Gottesdienst in der Erlöserkirche, Pfingstmontag wird Ökumene im Autokino gefeiert. „Anders als in der katholischen Kirche ist keine Anmeldung vorab notwendig“, betont Pfarrer Karl Henschel. Die Plätze sind allerdings begrenzt: Erlöserkirche 66, Gemeindezentrum Lippramsdorf 45, Blickpunkt Sythen 45, Bodelschwingh-Haus Flaesheim 22.

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Pfarrer Karl Henschel hat eine besondere Bitte: „Es ist hilfreich, früh zum Gottesdienst zu kommen, damit die neuen Spielregeln erklärt und eingeübt werden können.“ Es ist Pflicht, einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen.

Kein Gesang, kein Abendmahl und auch kein Kirchcafé

Es werden andere Gottesdienste sein als sonst. So wird die Gemeinde auf Gesang verzichten, auch Chöre und Orchester musizieren nicht. Möglich ist nur der solistische Liedvortrag mit entsprechender Abstandswahrung. Weiterhin wird die Feier des Abendmahls wegen des damit verbundenen Infektionsrisikos bis auf Weiteres ausgesetzt, ebenso das Kirchcafé.

Am Eingang werden Anwesenheitslisten geführt, in die die Gottesdienstbesucher eingetragen werden. Die Listen werden nach einem Monat vernichtet. Der Küster und die diensthabenden Presbyter überwachen die Einhaltung der Regeln. Bei Nichtbeachtung machen sie vom Hausrecht Gebrauch.

Die Gemeindezentren bleiben außer für Gottesdienste weiterhin geschlossen.

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