Erwin Szopinski verlässt den Markt nach 40 Jahren

HALTERN Er war eine Institution auf dem Wochenmarkt, jetzt geht Gemüsehändler Erwin Szopinski nach 40 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Die regelmäßigen Marktbesucher werden ihren Erwin vermissen.

25.07.2008, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Für Marktbeschicker Erwin und seine Mitarbeiterin Lore hieß es am Freitag Abschied nehmen vom Halterner Wochenmarkt.

Für Marktbeschicker Erwin und seine Mitarbeiterin Lore hieß es am Freitag Abschied nehmen vom Halterner Wochenmarkt.

Schon die Eltern des 62-Jährige betrieben einen Kartoffelhandel. Zunächst arbeitete Erwin beim Recklinghäuser Obst- und Gemüsehändler Preko, für den er auch den Halterner Wochenmarkt beschickte. Dann machte er sich selbstständig: „Die Halterner kannten mich ja schon.“ Und dass ihn jeder schnell kennen lernt, der den Halterner Wochenmarkt besucht, dafür sorgte er schon: „Ich habe immer ein bisschen Show gemacht“, gibt er lachend zu. Der Stand war seine Bühne.

Der Handel mit frischen Produkten liegt auch den Kindern von Erwin Szopinski im Blut. Ein Sohn betreibt einen Fleischhandel, ein anderer einen Kartoffelhandel. Nach 40 Jahren sind es jetzt auch die Knochen, die Erwin Szopinski zum Abschied veranlassen – doch lange krank gewesen ist er nie. Ein bisschen wehmütig wird er, wenn er sieht, was heutzutage auf dem Markt los ist. Erwin: „Das Marktgeschäft ist wetterabhängig. Außerdem gehen die Leute heute alle in den Supermarkt.“

Dabei, so Erwin, sei der Markt nicht unbedingt teurer als der Supermarkt: „Das ist als wenn man einen VW mit einem Mercedes vergleicht. Gucken Sie hier die Möhren. Da sind garantiert doppelt so viele im Bund wie im Supermarkt, außerdem knackfrisch und aus Lippramsdorf.“ Als Rentner kann Erwin die Sache jetzt ruhiger sehen. Seinen Stand auf dem Markt übernimmt ein anderer Gemüsehändler.

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