Erntehelfer gesucht: Lage auf Halterner Spargelhöfen leicht entspannt

Coronavirus

Nicht nur wegen der eingeschränkten Grenzöffnung für Saisonarbeiter aus Osteuropa sind die Spargelbauern wieder optimistisch, ihre Ernte einfahren zu können. Es gibt auch andere Lösungen.

Haltern

, 21.04.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Haltern sind inzwischen mehr Helfer für die Spargelernte eingetroffen.

In Haltern sind inzwischen mehr Helfer für die Spargelernte eingetroffen. © dpa

Fast drei Wochen nach ihrem Hilferuf blicken die Halterner Spargelbauern wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Ende März, als wegen der Corona-Pandemie noch das Einreiseverbot für ausländische Saisonarbeiter bestand, hatten sie befürchtet, große Teile der Spargelernte nicht einfahren zu können. Die Öffnung der Grenze für osteuropäische Erntehelfer allein, die die Bundesregierung wenige Tage später beschloss, kann ihnen aber nicht aus ihrer schwierigen Lage helfen.

80.000 Erntehelfer dürfen einreisen, 300.000 werden benötigt

„300.000 Erntehelfer werden bundesweit benötigt, nur 80.000 dürfen im April und Mai kommen“, sagt Fabian Wigger, der den Obst- und Gemüsehof Sträter in Sythen übernommen hat. „Da bleibt immer noch ein Defizit.“ Inzwischen seien vier Erntehelfer auf seinem Hof tätig, erklärt der Landwirt. Für vier weitere hätte er auch noch genügend Arbeit. „Trotzdem sind wir ganz gut aufgestellt“, sagt Wigger. Falls es zu Engpässen komme, habe er gute Kontakte zu einem Unternehmen aus dem Kreis Coesfeld, das für zahlreiche osteuropäische Arbeitskräfte Kurzarbeit anmelden musste. Viele von ihnen stünden für die Arbeit auf seinem Spargelfeld zur Verfügung.

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Auch Philipp Sebbel vom Halterner Spargel- und Obsthof kann aufatmen. Einige Erntehelfer, die schon häufiger auf seinem Obst- und Gemüsehof gearbeitet hätten, seien nach der Grenzöffnung nach Haltern gekommen. Ende April erwarte er weitere Helfer aus Osteuropa. Skeptisch bleibt Sebbel vorerst aber noch: „Mal sehen, ob und wie gut das läuft.“

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