Barbara Schmidt-Ontyd gibt Tipps fürs Wald-Tanken. © Silvia Wiethoff
Mit Video

Erlebnis Wald-Tanken in Haltern: Lass´ den Frühling in dein Herz

Beim Wald-Tanken gibt mir die Halternerin Barbara Schmidt-Ontyd die Aufgabe, auf Zeichen des Frühlings zu achten. Haben Sie auch schon Vorboten entdeckt? Schicken Sie uns Ihre Bilder.

Beim Termin mit Barbara Schmidt-Ontyd zum Thema Wald-Tanken heißt es erst einmal „Ankommen“. Wir treffen uns am Eingang des Sundern, gehen eine kurze Strecke durch den Halterner Stadtforst und halten dann inne. Es geht darum, achtsam zu sein und eine Auszeit in der Natur zu genießen. Gerade in der Krise, wie jetzt in der Corona-Pandemie, kann der Wald ein Seelentröster sein. Das will ich ausprobieren.

Für eine gute Stunde lassen wir die Langsamkeit in unser Leben. Barbara Schmidt-Ontyd zeigt mir, wie ich den Wald mit all seinen Facetten und letztlich auch mich selbst spüren kann. Dazu suchen wir uns erst einmal einen schönen Platz, schließen die Augen und erforschen bei einer Achtsamkeitsübung, wie sich der Waldboden unter unseren Füßen anfühlt.

Barbara Schmidt-Ontyd entdeckte das Wald-Tanken vor zwei Jahren

Unter Anleitung der Sozialarbeiterin, die sei 13 Jahren als Coach-Expertin in Haltern arbeitet und vor zwei Jahren das Wald-Tanken für ihre Arbeit entdeckte, lenke ich meine Sinne auf die Bäume um mich herum und verbinde mich mit der grünen Umwelt.

Der Februartag ist grau und kühl, aber nun, mit neuem Fokus, höre ich die Vögel um mich herum zwitschern, die mir vom bevorstehenden Neuanfang nach der Winterzeit erzählen.

„Wofür bist Du heute dankbar?“, fragt mich Barbara Schmidt-Ontyd. Der Wind rauscht leise durch die Wipfel der Bäume und meine Lunge füllt sich mit den gesunden Aerosolen des Waldes.

Den Wald mit all seinen Sinnen erleben

„Eigentlich kommen wir aus dem Wald. Seit der industriellen Revolution haben wir aber unseren Bezug zur Natur mehr und mehr verloren“, sagt Barbara Schmidt-Ontyd auf unserem weiteren Weg durch den Sundern. Sie hat mir eine Aufgabe gestellt: „Suche nach Anzeichen für den Frühling“. Tatsächlich sprießen vor allem an den kleineren Sträuchern die ersten vorwitzigen Knospen hervor, in denen die Blätter der hellen Jahreszeit verborgen sind.

An manchen Stellen im Wald sind bereits Vorboten des Frühlings zu sehen.
An manchen Stellen im Wald sind bereits Vorboten des Frühlings zu sehen. © Silvia Wiethoff © Silvia Wiethoff

Seit zwei Jahren bietet meine 59-jährige Begleiterin Kurse für das Wald-Tanken in Haltern an. Die meisten Teilnehmer suchen nach einer Pause im Alltagsstress und lassen sich mitnehmen auf eine achtsame und langsame Erlebnisreise.

Schicken Sie uns Ihre Fotos

Fotos von den Vorboten des Frühlings können Sie uns per Mail an lokalredaktion.haltern@lensingmedia.de zukommen lassen.

Hier geht es nicht darum, Kilometer zurückzulegen und/oder den Körper zu stählen, sondern einfach nur um das Sein im Hier und Jetzt.

Der Wald kann uns mit seiner Schönheit zu jeder Jahreszeit verzaubern.
Der Wald kann uns mit seiner Schönheit zu jeder Jahreszeit verzaubern. © Silvia Wiethoff © Silvia Wiethoff

Wer sich in Haltern im Wald-Tanken übt, befindet sich in großer Gesellschaft. Überall auf der Welt haben Wissenschaftler die Wald-Medizin entdeckt, die uns mitten in der digitalen Revolution an unsere Wurzeln erinnert – und uns erlaubt, den Takt der modernen Arbeitswelt durch natürliche Entschleunigung zu unterbrechen.

Meine Stunde im Wald endet mit einer Abschlussübung, die mich erfrischt und mit neuen Gedanken in den Alltag zurückkehren lässt.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Jeder Mensch hat eine Geschichte zu erzählen und hinter jeder Zahl steckt eine ganze Welt. Das macht den Journalismus für mich so spannend. Mein Alltag im Lokalen ist voller Begegnungen und manchmal Überraschungen. Gibt es etwas Schöneres?
Zur Autorenseite
Silvia Wiethoff

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.