„Endlich wieder mal was zu lachen“ - Kabarett am Schloss kam gut an

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Kabarettist Christoph Brüske war der Showact beim Auftakt der Reihe "Winter auf Schloss Sythen". © Horst Lehr
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Unter dem Titel „Winter auf Schloss Sythen“ haben das Team von LEO Events & Marketing in Kooperation mit Pfeiffer’s Sythener Flora ein tolles Programm zusammengestellt. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildete am Freitagabend die Dinner Show mit dem Kabarettisten Christoph Brüske, der mit seiner pointierten Mischung aus Polit-Kabarett und Gesang die passenden Beilagen zu dem erlesenen Drei-Gänge-Menue lieferte. Veranstalter Ludger Beerman freute sich über die rund 90 Gäste im weihnachtlich geschmückten Zelt: „Wir sind froh, endlich wieder arbeiten zu dürfen.“

Begrüßung im „G-Punkt“ Halterns

Brüske begrüßte zunächst die Gäste im „G-Punkt“ Halterns, der „Pfeiffer Arena“, und stieg danach mit einer Art satirischem Notdienst direkt in sein aktuelles Programm „In bekloppten Zeiten“ ein. „Impfen stärkt die Abwehrkräfte, doch manchen Querdenkern fehlt einfach die Spritzigkeit“ und schob lachend nach: „Die glauben sogar, dass der 1. FC Köln noch Meister werden kann.“

Doch das war nur der Auftakt zu einem thematischen Trommelfeuer, bei dem er als nächstes die beiden wichtigen H-Bereiche näher untersuchte: Homeschooling und Homeoffice. Er stellte fest: „Wer damit acht Stunden am Küchentisch verbracht hat, den braucht niemand mehr zu fragen, wie sein Tag gewesen sei.“

Neu entstandene Spezies: der „Homo Hakle“

Zum Ende des ersten Bühnenteils widmete er sich aber noch mit einem Gesangsstück intensiv der in der Pandemie neu entstandenen Spezies „Homo Hakle“, also dem Klopapierhamster, der wahrscheinlich auch den nächsten Jahren noch nicht mit seinem Wagen wieder in die vollgestopfte Garage fahren kann.

Kaum hatten die Gäste das Hauptgericht verzehrt, nahm Brüske den Faden wieder auf und schaffte es mit der Schilderung, wie in der Trump-Ära Wirklichkeit auf Wahnsinn traf, spielend eine weitere Humorschneise zu den Brennpunkten von Politik und Gesellschaft zu schlagen. Aber auch die in Deutschland fest etablierte „Disziplin der Bürokratie“ und auch die hochentwickelte Digitalisierung, bei der immer noch wichtige Informationen per Fax zwischen den Amtsstuben hin und her geschickt werden, nahm er unter die Lupe.

„O la la, willste auch ne Spritze“

Dazwischen blitzte aber auch immer wieder sein rheinischer Humor auf wie zum Beispiel bei dem von ihm umgedichteten Karnevalsschlager „O la la, willste auch ne Spritze“. Und mit „Bügeln statt Grübeln“ lieferte er im Anschluss auch gleich positive Vorschläge gegen den Pandemieblues. Ganz zum Schluss zog er sich noch ein goldfarbenes Glitzersakko an und schmetterte mit großer Hingabe eine Haltern-Hymne ins Mikrofon, an deren Ende er mit „Ansonsten ist alles Okeehh bei euch in Haltern am See“ erneut genau den Nerv des Publikums traf.

Silvia Honert aus Haltern war mit dem Abend rundum zufrieden: „Das Essen war gut, die Stimmung auch und es gab über Corona hinaus auch endlich wieder mal was zu lachen.“ Ludger Beermann zog ebenfalls ein sehr positives Fazit: „Die vielen glücklichen Gesichter sind der Lohn für unsere Mühe.“

Die im Zelt befindlichen geschmückten Weihnachtsbäume und Dekoartikel können im Rahmen der Eventreihe käuflich erworben werden. Der Erlös daraus geht je zur Hälfte an die Opfer der Flutkatastrophe und den Förderverein von Schloss Sythen.