Einsatzkräfte retten völlig erschöpften Greifvogel mit Leiterwagen aus Reithalle in Haltern

dzRettungs-Aktion

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr in Haltern haben am Dienstagmorgen einen völlig erschöpften Greifvogel aus einer Reithalle in Haltern gerettet - mit einem Drehleiterwagen.

Haltern

, 21.01.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Halterner Feuerwehr ist am Dienstagvormittag zu einem besonderen Einsatz ausgerückt - mit einem Drehleiterwagen in einen Reitstall. Der Grund dafür war ein Falke, der sich in die Halle der Reitanlage Neumann am Hellweg verirrt hatte.

Mädchen, die ihre Pferde auf dem Hof stehen haben, hatten den Vogel am Montag auf einem rund zehn Meter hohen Balken in der Halle entdeckt. Daniel Elting, der auf der Reitanlage arbeitet, hatte daraufhin zusammen mit den Mädchen die Greifvogel-Auffangstation des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in der Haard kontaktiert. „Dort sagte man uns, dass der Vogel vielleicht allein rausfliegt, wenn man den Eingang der Halle beleuchtet.“

Daniel Elting: „Da haben ihn die Kräfte verlassen“

Doch der Plan ging nicht auf und der Vogel saß am nächsten Tag immer noch auf dem Balken in der Halle - bis er umkippte, so Elting. „Da haben ihn die Kräfte verlassen und er hat sich auf den Balken gelegt.“ Um kurz vor 9 Uhr am Dienstagmorgen rief Elting die Kreisleitstelle der Feuerwehr an.

Kurze Zeit später trafen die Feuerwehr mit dem Drehleiterwagen, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und fünf Einsatzkräften ein. Über den Leiterwagen konnten die Einsatzkräfte den erschöpften Vogel mit Handschuhen schließlich retten.

Einsatzkräfte retten völlig erschöpften Greifvogel mit Leiterwagen aus Reithalle in Haltern

Der Falke hatte sich in die Reithalle der Anlage verirrt und fand den Weg allein nicht mehr heraus. © Privat

„Der Vogel war einfach aus der Dachkonstruktion herauszunehmen“, sagt Werner Schulte, Leiter der Feuer- und Rettungswache in Haltern. „Wenn es gar nicht gegangen wäre, dann hätten wir noch den Falkner holen müssen.“ Nach einer Dreiviertelstunde war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

„Der Vogel hatte ein richtiges Loch in der Brust“, sagt Elting. Wie sich der Vogel verletzt habe, sei allerdings unklar. In einer Box transportierten die Mädchen den Vogel daraufhin zur Greifvogelauffangstation am Forsthof Haard an der Recklinghäuser Straße.

„Die Tierrettung ist generell Aufgabe der Feuerwehr“, sagt Schulte. Das fange beim eingeklemmten Pferd an und ginge bis zur Katze, die auf dem Baum sitzt. „Aber so ein Falke ist nicht so alltäglich.“

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