Einbruch in die Sythener Flora - Mutmaßliche Einbrecher stehen jetzt vor Gericht

dzLandgericht Essen

Eine Bande soll im Januar in „Pfeiffer‘s Sythener Flora“ eingebrochen sein. In ein anderes Gebäude in Haltern drangen die mutmaßlichen Täter sogar zweimal ein. Nun stehen sie vor Gericht.

Haltern

, 13.09.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fünf Männer im Alter von 24 bis 49 Jahren hat die Staatsanwaltschaft angeklagt. Zwei sitzen seit ihrer Festnahme Ende Januar in Untersuchungshaft, drei befinden sich auf freiem Fuß. Genau das scheint der mit 49 Jahren älteste Angeklagte allerdings dazu genutzt haben, unterzutauchen. Als die Verhandlung um 9.15 Uhr aufgerufen werden sollte, blieb sein Sitzplatz leer.

Polizei trifft nur die Mutter an

Die Richter reagierten sofort und schickten die Polizei zur Gelsenkirchener Wohnadresse des Mannes. Dort trafen die Beamten allerdings nur die Mutter des 49-Jährigen an. Auch diese will schon länger keinen Kontakt mehr zu ihrem Sohn haben. „Möglicherweise hält er sich in Holland auf“, soll sie den Polizisten mit auf den Rückweg gegeben haben.

Da der Prozess trotzdem beginnen musste, wird nun gegen nur noch vier Angeklagte verhandelt. Sobald der fünfte gefunden und festgenommen werden kann, bekommt er ein eigenes Verfahren vor dem Essener Landgericht.

Innerhalb weniger Wochen sollen die vier angeklagten Gelsenkirchener eine Reihe von Einbrüchen verübt haben - alle mit dem Ziel, Bargeld oder irgendwelche Gegenstände zu erbeuten, die man später zu Geld machen konnte.

Tatort Postverteilzentrum

In Haltern tauchten die Täter im Januar gleich zweimal im Postverteilzentrum auf. Einmal ließen sie einen Tresor mit Bargeld und zwei Tankkarten mitgehen, bei ihrem zweiten nächtlichen Besuch nahmen sie 14 Mobiltelefone im Wert von 7000 Euro mit. Auch das Hotel „Pfeiffer‘s Sythener Flora“ blieb vor den Einbrechern nicht verschont. Nachdem die Täter erst eine Hintertür und dann die Tür zur Küche aufgehebelt hatten, stahlen sie 750 Euro und ein Mobiltelefon.

Spielzeug als Beute

In Dorsten brachen die Einbrecher im November 2018 ein Fenster der Dietrich-Bonhoeffer-Schule auf und durchsuchten anschließend das Sekretariat und das Büro des Direktors nach Beute. Und noch in derselben Nacht wüteten sie in der Kindertagesstätte an der Marler Straße, wo sie einen Drucker, Toner und sogar Spielzeug mitnahmen.

Festnahme Ende Januar

Festgenommen wurden die beiden mutmaßlichen Haupttäter schließlich Ende Januar in Marl, als sie gerade zum zweiten Mal in derselben Nacht ins „Feierabendhaus“ am Chemiepark eingebrochen waren. Laut Anklage leisteten die beiden 24-Jährigen bei dem Zugriff erheblichen Widerstand.

Vor allem für einen der beiden mutmaßlichen Haupttäter steht in dem Prozess eine Menge auf dem Spiel. Wie es heißt, soll er einen Teil der Einbrüche nämlich während eines Hafturlaubs verübt haben. Trotz seines jungen Alters ist er also bereits erheblich vorbestraft.

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