Ein Wanderschild in Haltern-Flaesheim sorgt für Verwirrung

dzHohe Mark Steig

Der Hohe-Mark-Steig verbindet Olfen und Wesel und führt auch durch Haltern. In Flaesheim irritiert ein Schild aber die Wanderer.

Flaesheim

, 09.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein neues touristisches Qualitätsangebot mit überregionaler Strahlkraft für den Naturpark Hohe Mark soll der Hohe Mark Steig werden. In Flaesheim könnte ein Schild aber dazu führen, dass die Wanderer auf dem Weg in die falsche Richtung

laufen.

Wer dem Hohe Mark-Steig durch die Haard gefolgt ist, wird dann an der Kirche St. Maria Magdalena vorbei über den Kanal geführt. Am Ende der Brücke gabelt sich der Weg. Dort weist ein Schild den Weg in Richtung Halterner Innenstadt und Westruper Heide. Es zeigt allerdings nicht nach links, sondern nach rechts und damit in die Richtung nach Datteln-Ahsen. Ortsunkundige Wanderer könnten sich hier verlaufen.

Abwechslungsreicher Wanderweg

Der Hohe Mark Steig soll durch abwechslungsreiche Landschaften des Naturparks Hohe Mark verlaufen und in sieben Etappen mit einer Gesamtlänge von rund 155 km von Wesel bis nach Olfen führen. Entlang des Wanderweges warten vielfältige Naturerlebnisse.

Zusätzlich zum Fernwanderweg durch die gesamte Region wird es Themenschleifen–Rundwanderwege mit einer Länge von vier bis maximal 20 Kilometer geben. Diese bilden ein attraktives Wanderangebot für Tagesausflügler.

Der Hohe-Mark-Steig wird wegen der Corona-Pandemie erst im Frühjahr 2021 offiziell eröffnet. „Unter anderem, gab es coronabedingte Lieferverzögerungen“, sagt Dagmar Beckmann, Geschäftsführerin beim Naturpark Hohe Mark. Die Beschilderung wurde erst in den vergangenen Monaten vorgenommen.

Es gibt weiterhin noch einige Lücken. „Wir wissen aber, dass der Weg trotzdem schon von vielen Wanderern genutzt wird“, so Beckmann. In Flaesheim an der Lippe soll der Weg dann zur Lippefähre Maifisch geführt werden. „Insofern weist das Schild schon in die richtige Richtung“, erklärt Jan Focke vom Regionalverband Ruhr, der die Detailplanung des Hohe Mark Steigs koordiniert. „An dem Mast fehlt noch eine Zusatztafel, die darauf hinweist, dass diese Richtung nur gilt, wenn die Lippefähre Maifisch auch verkehrt, also normalerweise vom Frühjahr bis zum Oktober“, so Focke. „Diese Tafel muss noch installiert werden.“

Zurzeit ist die Fähre coronabedingt ebenfalls nicht im Einsatz. Auf der Zusatztafel sollen die Wanderer darüber informiert werden, dass ohne die Fähre der Ausweichweg über die Brücke am Bossendorfer Damm führt. „Wir prüfen noch mal, ob die derzeitige Regelung für Verwirrung sorgen könnte“, so Jan Focke.

Überregionale Vermarktung

Für den Hohe Mark Steig – konzipiert als Fernwanderweg von Wesel bis Olfen (oder andersherum) – wird eine Zertifizierung nach den Kriterien des deutschen Wanderverbandes angestrebt. Diese stellt einen Mehrwert für die regionale und überregionale Vermarktung und somit einen Wirtschaftsfaktor für die Region NRW dar.

Dieses Projekt wird für den Naturpark Hohe Mark zu 90 Prozent gefördert. Die Gelder stammen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und aus dem Landeshaushalt NRW. Zehn Prozent werden mit Eigenmitteln finanziert. Die Gesamtkosten für das Marketing dieses Wanderweges belaufen sich auf rund 380.000 Euro.

Der Naturpark kooperiert eng mit dem Regionalverband Ruhr (RVR), der die Projektleitung für den Bereich Infrastruktur Hohe Mark Steig inne hat. Die Gesamtkosten für den Hohe Mark Steig belaufen sich auf 1,6 Mio. Euro.

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