Ein „Duo mit Geist“ überzeugte die Konzertbesucher im Schloss Sythen

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Das „Duo con Spirito“ eröffneten den zweiten Teil der Sythener Gitarrentage.
Das „Duo con Spirito“ eröffneten den zweiten Teil der Sythener Gitarrentage. © Antje Bücker
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Das Duo, bestehend aus dem griechischen Flötisten Polychronis Karamatidis und dem rumänischen Gitarristen Matei Rusu, brachte vor rund 60 Zuhörern Stücke von Bela Bartok bis Michio Miyagi zu Gehör und wurde damit seinem Namen (Duo con Spirito = Duo mit Geist) mehr als gerecht.

Bei ihrer Reise durch verschiedene Kontinente und Epochen gelang ihnen mit spielerischer, aber perfektionistischer Leichtigkeit nicht nur ein grandioses Zusammenspiel ihrer Instrumente, sondern auch die Besonderheit der unterschiedlichen Musikstile Japans, des Orients und Osteuropas authentisch zu interpretieren. Schon in der Pause waren sich die Besucher bewusst, hier ein Duo von außerordentlichem Können zu erleben.

Gewinner des Kammermusikpreises 2020

Die beiden Gewinner des Kammermusikpreises 2020 beim 17. „Altamira Goriza“-Gitarren-Wettbewerb spielten sich mit ihrer seelenvollen Musik buchstäblich in die Herzen der Gäste und regten deren Phantasie an: Bei R. Shankars „L´aube enchantée“ entführten sie in die Paläste Indiens, zu orientalischen Prinzessinnen und Gauklern und wurden dabei selbst zu Märchenerzählern. Der Querflöte und der Gitarre entlockten sie dabei nicht nur liebliche, leise Töne, sondern je nach Stimmung auch raue Klänge und Dissonanzen.

Während das Wetter draußen recht ungemütlich war, genossen die Besucher im Saal des Schlosses knapp zwei Stunden lang ein traumhaftes Ambiente. So wunderte es nicht, dass das Publikum die beiden Spitzenmusiker am Ende der Veranstaltung nicht ohne Zugabe gehen ließen. Nach Piazzollas „Libertango“ ernteten Polychronis Karamatidis und Matei Rusu langanhaltenden Applaus und zahlreiche Bravo-Rufe.