Dr. Ariane Schmidt hat endlich Azubis gefunden

HALTERN Dr. Ariane Schmidt hatte den Glauben an die Jugend schon fast verloren. Ihre zweijährige Suche nach geeigneten Auszubildenden für den Beruf der „zahnmedizinischen Fachangestellten“ wurde zum Horrortrip. Aber mit einem Happy End.

15.07.2008, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dr. Ariane Schmidt kann wieder lächeln: Nach zwei Jahren fand sie endlich zwei geeignete Auszubildende.

Dr. Ariane Schmidt kann wieder lächeln: Nach zwei Jahren fand sie endlich zwei geeignete Auszubildende.

Zwei Jahre lang nur „Nackenschläge“: Viele Praktikanten vereinbarten Schnupper-Termine, erschienen aber nicht, sagten nicht ’mal ab. Drei junge Leute unterschrieben Azubi-Verträge: Eine verließ „Lehrstelle“, Praxis und Haltern aus Liebe, eine fühlte sich überfordert, eine beherrschte nicht einmal die einfachsten Höflichkeitsformen. Weitere drei absolvierten das „Einstiegs-Qualifizierungs-Jahr“, das „den Weg in die Ausbildung geebnet hätte.“ Ein bestimmter Schulabschluss war keine Voraussetzung, wohl der Spaß am Beruf. Aber die Praxis hatte kein Glück: Nach nur eineinhalb Stunden kam die Frage, ob man den ganzen Tag bleiben müsse. Für andere bedeutete das „Guten Morgen“ bei Betreten der Praxis oder zur Begrüßung der Patienten die erste Überforderung, andere patzten bei der Bewerbung: Die ging z.B. an „Frau Dr. Sommer“, oder die Adresse war falsch. Andere schickten eine Kopie, bei der nur Name und Adresse handschriftlich ergänzt worden waren. Beim Vorstellungsgespräch blieb die Bewerberin zur Begrüßung auf dem Stuhl sitzen...

Die Zahnärztin konnte es nicht glauben: Ist so ein Verhalten generations-typisch? Wieso bewirbt man sich, wenn man sich für den Beruf nicht interessiert? Jetzt hat sie den Glauben an die Jugend wieder gefunden: Mit Stefanie Gramm und Nina Roski hat sie zwei junge Frauen eingestellt, die sich für den Beruf der zahnmedizinischen Fachangestellten, die Praxis, die Arbeit, für alles rund um Zahn und Mund interessieren.

Lesen Sie jetzt